Methoden der Besenreiser Entfernung im Überblick
Um Besenreiser möglichst gründlich und dauerhaft zu entfernen, müssen in der Regel zunächst die Verbindungsvenen zum tiefen Venensystem gefunden werden. Sonografie oder Thermografie zum Beispiel eignen sich hierfür hervorragend, da so die Venen schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung lokalisiert werden können. Anschließend durchtrennt der Arzt sie unter lokaler Betäubung im Unterhautfettgewebe.
Im Anschluss daran gibt es verschiedene Techniken zur Beseitigung der sichtbaren Gefäßerweiterungen:
Das Wegspritzen (auch Sklerosierung genannt) ist für gewöhnlich die beste Methode zur Behandlung der sichtbaren oberflächlichen Besenreiser. Die so genannten Besenreiser-Varizen bestehen aus einer Vielzahl sehr kleiner Gefäßneubildungen, meist von rötlicher oder violetter Farbe. Sie werden durch Injizierung bestimmter Substanzen sozusagen verklebt. Dazu werden stark zuckerhaltige, alkoholische Substanzen verwendet. Diese bewirken eine gezielte, lokale Entzündung der kranken Vene, die sich dann anschließend verschließt. Die Behandlung der Varizen ist sehr umfangreich und erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. drei bis sechs Monaten.
Die Lasertherapie mittels eines feinen Farbstoff-Lasers ist ebenfalls eine gute Methode Besenreiserentfernung. Dabei wird die Wellenlänge des Lichts so gewählt, dass hauptsächlich die roten Strukturen der erweiterten Äderchen die Laserenergie absorbieren. Das umgebende Gewebe, auch die oberen Hautschichten, werden dabei geschont. Bei diesem Verfahren müssen mehrere Laserpunkte pro Gefäßbäumchen gesetzt werden. Die Lasertherapie eignet sich besonders für rote Flecken (Makulae). Für tiefer liegende, größerer Venen ist sie nur bedingt anwendbar.
Besonders schonend sind gekühlte Farbstofflaser. Diese Systeme stehen aber nur wenigen Medizinern zur Verfügung.
Bei der sogenannten Elektrokauterisation können die Gefäßbäumchen mit Diathermienadeln verkocht werden. Da der Strom nur zwischen den zwei Polen fließt, sind immer mehrere Stiche zur Entfernung eines Gefäßes notwendig. |