Es gibt eine Vielzahl von Implantaten, die sich hinsichtlich Größe, Form, Außenwand und Füllmaterial unterscheiden. Für die Größe des Implantates spielen neben der gewünschten Körbchengröße auch die Form des Brustkorbs, die Menge und Struktur des Brustgewebes, die Beschaffenheit der Brustdrüsen und der Brusthaut eine entscheidende Rolle.
Brustimplantate gibt es in zwei gängigen Formen:
Runde Implantate
Der obere Anteil der Brust wird wie bei einem push-up-BH nach oben gewölbt. Dadurch sieht die Brust besonders voll und "sexy" aus. Im unbekleideten Zustand lässt sich jedoch häufig der Einsatz eines Brustimplantates erahnen.
Anatomische Implantate
Diese Implantate haben die Form eines Tropfens. Das heißt, der obere Teil ist weniger gefüllt als der untere. Dadurch folgt das Brustimplantat besser den naturgegebenen Linien des Körpers und die Brust sieht insgesamt natürlicher aus.
Brustvergrößerung – extra sexy oder natürlich schön?
Anatomisch geformte Implantate ergeben eine natürlich aussehende Brust, runde Implantate wirken dagegen voll und "sexy", aber auch künstlicher. Letztendlich entscheidet jede Frau individuell für ihre Brustvergrößerung, welcher Implantat-Typ ihr am besten gefällt.
Materialien von Brustimplantaten
Die Außenhülle aus Silikon-Elastomeren ist in der Regel doppelwandig. Diese doppelte Hülle bietet einen hohen Schutz vor Verletzungen und verbessert die Ergebnisse hinsichtlich Form und Gefühl. Durch die speziell texturierte Oberfläche hochwertiger Silikonkissen wird außerdem die Gefahr einer Kapselverhärtung verringert.
Als Füllmaterial für das Implantat werden entweder Silikongel, oder eine Kochsalzlösung verwendet, in seltenen Fällen auch Hydrogel. Mit diesen Lösungen können optisch und gefühlsmäßig die besten Ergebnisse erreicht werden.
Silikongelimplantate, die eine ähnliche Konsistenz wie das natürliche Brustgewebe aufweisen, sind seit Jahrzehnten im Einsatz und wurden seitdem kontinuierlich verbessert. Moderne Silikonimplantate sind mit besonders dickflüssigem Silikon gefüllt, was ein Auslaufen in umliegendes Gewebe verhindern soll. Nach Informationen des VDÄPC* sind Silikongelimplantate die am häufigste eingesetzte Implantatform bei der Brustvergrößerung.
Brustimplantate mit Kochsalzlösung werden erst nach Einsetzen in die Brust gefüllt. Daher können sie in der Regel über einen sehr kleinen Schnitt eingebracht werden. Die Implantate haben jedoch den Nachteil, dass mit der Zeit etwas Kochsalz austreten kann. Zwar gilt Kochsalz als absolut ungefährlich, es kann aber zu einem spürbaren Volumensverlust und zu vermehrter Faltenbildung kommen. Darüber hinaus fühlen sich kochsalzgefüllte Implantate härter und dadurch unnatürlicher an.
*Vereinigung der Deutschen Ästhetischen-Plastischen Chirurgen VDÄPC / VDÄPC / Patienteninformation Brustvergrößerung / Welche Implantate gibt es? / www.vdaepc.de/index.php4?start=17&position=1&open=&seite=3