Methoden einer Brustvergrößerung im Überblick
Brustvergrößerung mit Implantaten
Um das Implantat in der Brust zu platzieren, muss im Vorfeld über den Zugangsweg und die genaue Lage des Implantates entschieden werden.
Der Zugang kann entweder in der natürlichen Hautfalte unter der Brust, rund um die Brustwarze oder in der Achselhöhle erfolgen. Welche Technik gewählt wird, richtet sich vor allem nach Form und Größe der Brust, dem Warzenvorhof sowie nach Größe und Material des gewählten Implantates.
Durch einen kleinen Schnitt schafft der Chirurg einen Hohlraum, in den er das Implantat einsetzt. Das Brustimplantat kann dabei - je nach Brustform und -größe sowie nach Beschaffenheit des Drüsen- und Weichteilgewebes - entweder über oder unter dem Brustmuskel platziert werden.
• Zugang in der Falte unterhalb der Brust (inframammär)
Über eine drei bis vier cm lange Öffnung in der Brustfalte unter dem Busen (später im Liegen leicht sichtbar) kann das Implantat einfach und sicher unter oder über den Muskel geschoben werden.
• Zugang über die Achsel (transaxillär)
Bei dieser Technik tunnelt der Chirurg durch einen ca. drei cm langen Schnitt in der Achselhöhle einen Minitrichter bis zur Brust. Durch die Öffnung führt er das Implantat ein und platziert es auf oder unter dem Muskel. Dieser Zugangsweg ist für den Chirurgen weniger übersichtlich, ermöglicht aber kaum sichtbare Schnitte.
• Zugang über die Brustwarze (periareolär)
Durch einen halbmondförmigen Schnitt um den Brustwarzenhof herum wird das Implantat in eine präparierte Tasche (meistens auf dem Brustmuskel) platziert. Diese Methode eignet sich nur bei kleinen Implantaten oder leeren Kissen, die nachträglich gefüllt werden. Der Eingriff ist vergleichsweise schwierig, bringt jedoch den großen Vorteil mit sich, dass die entstehende Narbe weitgehend unsichtbar bleibt.
Der Zugang in der Falte unterhalb der Brust ist derzeit die gängigste Behandlungsmethode bei Brustvergrößerungen.
Alternative Methoden zur Brustvergrößerung
Neben Brustimplantaten gibt es weitere Methoden, die ohne klassische Operation auskommen. Bewährt haben sich hierbei vor allem die Behandlung mit Eigenfett und der Einsatz einer speziellen Hyaluronsäure.
Brustvergrößerung mit Eigenfett
Ein Volumenaufbau mit körpereigenen Fettzellen kommt seit Jahrzehnten für die Behandlung kleinerer Körperpartien und seit den 1990er Jahren auch für die Brustvergrößerung zum Einsatz. Seitdem konnten die Ergebnisse sowohl in ästhetischer als auch medizinischer Hinsicht deutlich verbessert werden, auch wenn die Forschung auf diesem Gebiet noch nicht abgeschlossen ist.
Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett wird körpereigenes Fett entnommen und direkt unter die Brusthaut injiziert. Neueste Forschungen ermöglichen außerdem die Beimischung von Stammzellen, die dafür sorgen soll, dass die eingebrachte Lösung in kurzer Zeit neue Blutgefäße bildet und sicher in das Gewebe einwächst. Dadurch kann ein zuverlässiger und dauerhafter Volumenaufbau erreicht werden. Diese minimal-invasive Methode eignet sich beispielswiese für den Aufbau kleiner Brüste und die Modellierung hängender oder asymmetrischer Brüste.
Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure
Als besonders risikoarm und schonend gilt die Brustvergrößerung mit einer speziell entwickelten Hyaluronsäure. Diese Substanz, ein gelartiger Gewebefüller, ist der körpereigenen Hyaluronsäure sehr ähnlich und damit äußerst verträglich und bietet gleichzeitig eine maximale Verweildauer im Körper.
Das Hyaluronsäure-Gel wird direkt an der gewünschten Stelle injiziert und sorgt dort für einen lang anhaltenden Volumenaufbau. Dadurch können Brüste um etwa eine Körbchengröße vergrößert und gleichzeitig gestrafft werden. Um das Ergebnis dauerhaft zu erhalten, sollte in bestimmten Abständen Hyauronsäure nachgespritzt werden. |