Experten-Interview
mit Dr. med. Holger Hofheinz,
Facharzt für Plastische Chirurgie, Chirurgie
Klinik am Rhein, Düsseldorf
myBody: Eine Brustverkleinerung erfordert in den meisten Fällen sowohl einen Schnitt um die Brustwarze herum, als auch von dort vertikal nach unten. Ohne Narben geht es also nicht. Herr Dr. Hofheinz, es gibt doch aber bestimmt Methoden, welche die Ausprägung der Narben so gering wie möglich halten?
Dr. Hofheinz: Die gibt es tatsächlich. In der modernen Schönheitschirurgie legt man größten Wert auf narbensparende Techniken. Eine Innovation aus den USA sind so genannte Quill-Fäden, die bisher bei Brustverkleinerungen und verschiedenen Straffungsoperationen, zum Verschließen der Wunde eingesetzt wurden.
myBody: Was ist das besondere an diesen Quill-Fäden?
Dr. Hofheinz: Beim Quill™ Self-Retaining System (SRS) handelt es sich um ein selbstverschließendes Nahtmaterial. An der Fadenoberfläche befinden sich winzige Widerhaken, die sich im Gewebe verankern, so dass man auf das Verknoten der Fäden zum Wundverschluss verzichten kann. Mit dieser Technik wird die Spannung zwischen den Wundrändern gleichmäßig verteilt, was den gesamten Heilungsprozess positiv unterstützt und nur sehr feine, kaum sichtbare Narben zurückbleiben. Außerdem verkürzt sich die OP-Zeit, da keine einzelnen Nähte mehr erforderlich sind.