Welche Cellulite-Behandlung zum Einsatz kommt, hängt ganz von dem individuellen Erscheinungsbild der Haut ab. Folgende, minimal bis non-invasive Methoden werden derzeit in der Praxis angewandt.
Cellulitereduktion durch Ultraschall
Die Cellulitereduktion mit Ultraschall ist eine derzeit äußerst populäre Methode der Cellulite-Behandlung, da der Ultraschall, in der Unterhaut fokussiert und gebündelt, Fettzellen ganz gezielt zerstört, ohne dabei die Haut und das Gewebe zu verletzen. Gleichzeitig gehen die Wölbungen deutlich zurück und die durch das festgesetzte Fett behinderte Blutversorgung wird verbessert. Dabei muss grundsätzlich zwischen zwei Anwendungen unterschieden werden: Thermische Ultraschallsysteme bringen die Fettzellen durch Hitze zum schmelzen. Die Alternative zum „Schmelzen“ ist die „Sprengung“ der Zellen. Dieses zweite Ultraschall-Verfahren nennt man Kavitation. Beide sind wirkungsvolle Methoden, die speziell bei der Cellulite-Behandlung großen Erfolg erzielen. Sowohl den thermischen Ultraschallsystemen als auch der Kavitation ist gleich, dass das losgelöste Fett über das körpereigene Lymphsystem „entsorgt“ wird. Der Lymphabfluss kann an dieser Stelle der Behandlung zusätzlich durch eine Lymphdrainage unterstützt werden.
Cellulitereduktion durch Radiofrequenz
Eine Cellulite-Behandlung, die ganz ohne Skalpell oder Spritze wirksam Cellulite bekämpft, basiert auf Radiowellen. Diese erwärmen die Haut bis in tiefe Gewebeschichten und sorgen dabei vor allem für eine Verbesserung des Kollagens. Als faserige Bänder, die aus Aminosäuren gebildet werden, ist das Kollagen Hauptbestandteil des Bindegewebes und damit „mitverantwortlich“ für die Festigkeit und Elastizität der Haut. Um also der Cellulite (Orangenhaut) vorzubeugen, wird bei der Cellulite-Behandlung mit Radiofrequenz das Kollagen aktiviert – nach etwa zehn Tagen beginnt die Neubildung des Kollagens. Der komplette Effekt der Behandlungen entwickelt sich noch über mehrere Monate hinweg weiter.
Cellulite by Thermage
Das Verfahren, bei dem cellulite-typische Dellen der Haut mit Radiofrequenzwellen behandelt werden, nennt sich Thermage. Bereits seit 2002 wird die Thermage-Technik zur Hautglättung angewandt.
Die Endermologie Therapie ist auch als „Saugwellenmassage“ bekannt. Das Besondere an dieser Cellulite-Behandlung ist, dass in sehr tiefe Schichten des Gewebes vorgedrungen werden kann. Dies wird durch die Verbindung eines speziellen Massagemusters mit einem Sog-Effekt ermöglicht. So sind die Massagerollen mit einem Ansaugsystem kombiniert, damit bei der Behandlung eine bewegliche Welle auf der Haut entstehen kann. Auf diese Weise wird die Haut präzise und sehr konstant bis in tiefe Schichten durchwalkt. Studien zufolge wird bei dieser Art der Cellulite-Behandlung der Stoffwechsel des Gewebes gesteigert und bewirkt somit einen Abbau des Fettes an den entsprechenden Problemzonen. Während der Endermologie trägt die Frau einen Ganzkörperanzug. Für eine erfolgreiche Behandlung mit der Saugwellenmassage sind erfahrungsgemäß 15 bis 20 Sitzungen notwendig.
Lipoporation
Die Lipoporation ist eine moderne Alternative zur Fett-Weg-Spritze. Lokale Fettpolster werden schonend durch eine Mixtur aus fettauflösenden und den Fettstoffwechsel stimulierenden Substanzen bis in eine Tiefe von sechs Zentimetern nachhaltig entfernt. Um die Cellulite bestmöglich zu glätten, wird die Fettschicht zunächst mittels Ultraschall vermessen. Im Anschluss können dann gezielt ungeliebte Fettpölsterchen bzw. Dellen angegriffen und beseitigt werden. Damit ermöglicht diese Cellulite-Behandlung die gezielte Straffung der Haut. Bei der Behandlung bleiben dem Patienten in der Regel Schwellungen oder Hämatome erspart.