Expertengespräch zu Brustoperationen
myBody: Frau Dr. Passmann-Wolters, die am häufigsten nachgefragten Eingriffe innerhalb Ihres umfangreichen Spektrums sind Brust- und Naseneingriffe. War das schon immer so?
Dr. Passmann-Wolters: Nachdem ich nun seit gut 20 Jahren an den unterschiedlichsten Klinikstandorten Deutschlands tätig war, habe ich auch einige Modetrends und Patientenvorlieben kennen gelernt, die die Zahlen mal in die eine, mal in die andere Richtung verschoben haben. Immer gleich blieb an erster Stelle der Konsultationen der Wunsch nach einer Brustoperation. Ich habe diese Eingriffe (Brustvergrößerung, Bruststraffung und Brustverkleinerung) immer sehr gerne und mittlerweile in sehr großer Anzahl durchgeführt. Ich gebe zu, Brustoperationen stehen auf Nummer 1 meiner persönlichen Beliebtheitsskala.
myBody: Wie erklären Sie sich diese 'Begeisterung'?
Dr. Passmann-Wolters: Vielleicht kann ich mich als Frau eben besonders gut in Patienten mit Brustproblemen hineinversetzen. Mir bereitet es große Freude, wieder ein gutes Körpergefühl zu schenken. Wissen Sie, kein chirurgischer Patient, auch wenn Sie noch so gut operiert haben, hat beim ersten Verbandswechsel so strahlende Augen wie meine Brustpatienten.
myBody: Welche Brustoperation führen Sie am häufigsten durch?
Dr. Passmann-Wolters: In Deutschland waren früher Brustverkleinerungen in der überwiegenden Mehrzahl. Jetzt sind Brustvergrößerungen eindeutig die „Spitzenreiter“; möglicherweise dank der neuen, sehr sicheren Implantate, die auf dem Markt sind. Viele Implantatshersteller bieten eine lebenslange Austauschgarantie an. So habe ich beispielsweise nicht gezögert, einer Boxerin Einlagen mit cohesive Gel, einer neuen Gelfüllung, zu implantieren. Das war im letzten Sommer, und bislang gab es keine Probleme. Mit dieser neuartigen Gelfüllung könnte auch bei einem Riss im Implantat nichts passieren, denn das Gel kann nicht ins Gewebe austreten. |