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Kurzprofil Massud Hosseini
Massud Hosseini, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, ist Gründer und Inhaber der renommierten Düsseldorfer KÖ-Aesthetics. Er ist unter anderem Mitglied der „Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen“ (DGPRÄC ), der „American Society of Plastic Surgeons“ ( ASPS) und der „International Confederation of Plastic, Reconstructive & Aesthetic Surgery“ (IPRAS). Mit circa 300 Operationen im Jahr gehört Massud Hosseini zu den Spezialisten seines Fachs. |
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Bruststraffung mit Implantat: Silikon oder Bio
Verschiedene Methoden für einen straffen Busen
myBody: Sehr geehrter Herr Hosseini. Die Brust-OP gehört seit Jahren zu den beliebtesten Schönheitsoperationen weltweit. Was ist Ihrer Meinung nach der Grund für dieses schönheitschirurgische Evergreen?
Hosseini: Ich würde das wie folgt erklären: Ein schön geformter Busen ist seit jeher ein Symbol der Weiblichkeit und der Jugend. Er verleiht Frauen Zufriedenheit und Selbstbewusstsein. Und Dank der Schönheitschirurgie ist es eben nicht mehr nur jungen Frauen vergönnt, einen perfekten Busen zu haben.
myBody: Gibt es demnach eine Altersbeschränkung bei der Brust-OP?
Hosseini: Durch das leicht veränder- und modellierbare Brustgewebe können Frauen jeden Alters einen Eingriff vornehmen lassen. Jedoch werden Brust-OPs in der Regel erst ab 18 Jahren durchgeführt. Ausnahme bilden Brustfehlbildungen: Bei einer medizinischen Indikation kann mit Einverständnis der Eltern eine Brustkorrektur auch vor dem Erreichen der Volljährigkeit vollzogen werden.
myBody: Welche Brust-OP führen Sie am häufigsten durch?
Hosseini: Es handelt sich in erster Linie um die Brustvergrößerung. Dieser Eingriff ist weltweit einer der gefragtesten und auch in meiner Praxisklinik Platz 1; erst danach kommen die Bruststraffung und die Brustverkleinerung. Speziell bei der Brustvergrößerung und Bruststraffung gibt es dann noch die Möglichkeit zwischen der Behandlung mit Implantaten oder mit Eigengewebe.
myBody: Mit Eigengewebe? Heißt das, die Brust wird mit körpereigenem Fett aufgebaut?
Hosseini: Nein, in diesem Fall darf man Eigengewebe nicht mit Eigenfett verwechseln. Denn, anders als bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett, wird bei der Bruststraffung mit Eigengewebe kein Fett in die Brust gespritzt; auf diese Weise könnte der schlaffe Busen nicht angehoben werden. Vielmehr muss man bei einer Erschlaffung das gesamte Brustgewebe, bestehend aus Haut, Fett, Drüsen und Bindegewebe, heraufsetzen. Dazu löst man zunächst den Drüsen-Fett-Haut-Lappen vom Brustmuskel und bringt ihn dann in die richtige Position. Das Brustvolumen wird quasi mit einem Bio-Implantat aufgebaut. |
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myBody: Warum entscheiden sich Patientinnen für eine Bruststraffung mit Bio-Implantat?
Hosseini: Einige Frauen lehnen zum Beispiel die Bruststraffung mit Silikonimplantaten, also Fremdkörpern, grundsätzlich ab. In diesen Fällen kommt nur das körpereigene Gewebe in Frage. Die Grundvoraussetzung für eine Bruststraffung mit Bio-Implantat ist jedoch, dass die Patientin über ausreichend Eigengewebe verfügt.
myBody: Welche Unterschiede zwischen der Bruststraffung mit Eigengewebe und der Bruststraffung mit Implantaten gibt es noch?
Hosseini: Die Bruststraffung mit Implantaten verursacht weniger Narben; außerdem ist die OP-Zeit kürzer als bei einer Brustraffung mit Eigengewebe. Die Brustraffung mit Bio-Implantat hat jedoch den Vorteil, dass kein Implantatwechsel nötig wird - es handelt sich schließlich um körpereigenes Gewebe. Beiden Verfahren gleich ist, dass sie in der Regel einen eintägigen, stationären Aufenthalt nach sich ziehen.
myBody: Auf welche Nach- und Nebenwirkungen müssen sich Patientinnen nach einer Bruststraffung einstellen einstellen?
Hosseini: Sie sollten sich in den ersten Wochen sportlich etwas zurücknehmen, damit sich der Körper von dem Eingriff erholen kann. Abgesehen davon ist die Bruststraffung, wenn Sie von Experten durchgeführt wurde, ein komplikationsarmer Eingriff.
myBody: Unterscheiden sich die beiden Methoden preislich?
Hosseini: Nur geringfügig, wobei die Bruststraffung mit Implantat ein wenig teurer ist. An der Düsseldorfer KÖ-Aesthetics berechnen wir dafür etwa 5.900 Euro; für die Brustraffung mit Eigengewebe etwa 400 Euro weniger, also rund 5.500 Euro - jeweils ohne Narkosekosten. An dieser Stelle sei auch noch erwähnt, dass die Kosten für eine Brustraffung von den Patientinnen selbst getragen werden müssen. Eine Brusterschlaffung nach einer Schwangerschaft oder Gewichtsabnahme stellen keinen medizinischen Behandlungsgrund dar und werden somit finanziell auch nicht von den Krankenkassen übernommen.
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myBody: Wenn Patientinnen keine Präferenz haben, welche Methode empfehlen Sie?
Hosseini: Auf diese Frage gibt es im Grunde keine eindeutige Antwort. Welche Methode gewählt werden sollte, hängt immer von den individuellen, körperlichen Voraussetzungen der Patientinnen ab: Bei einer geringen Erschlaffung der Brust empfehle ich ein Implantat, bei erheblicher Erschlaffung sollte das Gewebe gestrafft werden und das Volumen mit Eigengewebe aufgefüllt werden. Wenn das Eigengewebe, wie bereits erwähnt, nicht ausreicht, würde ich an dieser Stelle der Behandlung ebenfalls auf Implantate ausweichen.
myBody: Wie lange „hält“ eine Bruststraffung?
Hosseini: Das hängt zum einen von der Gewebebeschaffenheit und zum zweiten von der Lebensart der Patientin ab. Raucherinnen haben beispielsweise ein deutlich schwächeres Bindegewebe - ein Implantatwechsel kann daher schneller vonnöten werden.
myBody: Sehr geehrter Herr Hosseini, haben Sie vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch.
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