Methoden für ein Facelift im Überblick
Welches Behandlungsverfahren angewandt wird, differiert von Fall zu Fall. Der Arzt entscheidet individuell auf Basis der körperlichen Voraussetzungen und des Stadiums der Hautalterung, welche Facelift-Methoden in der jeweiligen Situation möglich und wirksam sind.
Operatives Facelift
In der Regel wird bei einem Facelift überschüssige Haut sowie Fett- und Muskelgewebe entfernt und die übrige Hautpartie anschließend gestrafft. Dies kann grundsätzlich sowohl im oberen Gesichtsbereich erfolgen (Wangen- und Stirnlift) als auch im unteren Bereich (Wangen-, Hals- oder auch Kinnstraffung).
Das obere Facelift beginnt normalerweise nahe dem Haaransatz im Schläfenbereich. Von hier aus arbeitet sich der behandelnde Arzt am Ohr entlang, um das Ohrläppchen herum und hinter dem Ohr zurück bis in das Haar. Neben der Stirnstraffung kann hierbei auch die Modellierung der Wangenregion erfolgen.
Beim Mini Facelift (auch Minilift), bei dem lediglich die obere Schicht der Wangen- und Kinnpartie gestrafft wird, sind die Hautschnitte entsprechend kleiner. Um den unteren Gesichtsbereich zu straffen, z.B. abgesunkene Mundwinkel, hängende Wangen oder Doppelkinn, ist beim unteren Facelift in der Regel ein gezielter Schnitt unter dem Kinn erforderlich.
Um die Narben so unauffällig wie möglich verlaufen zu lassen, erfolgt die Schnittführung in natürlichen Hautfalten und im Haaransatz. In vielen Kliniken werden außerdem selbst auflösende Fäden verwendet, welche die Narbenbildung deutlich reduzieren. Das operative Facelift kann in Vollnarkose, bei kleinen Korrekturen auch mit örtlicher Betäubung oder Dämmerschlaf erfolgen.
Minimalinvasive Verfahren
Neben den verschiedenen Arten des klassischen Facelifts gibt es mittlerweile auch einige minimalinvasive Operationsverfahren, bei denen nur winzige Einschnitte notwendig sind, um das Gesicht straffen und sanft modellieren zu können. Beim so genannten Golden Lift beispielsweise werden Fäden aus 24karätigem Gold in das Unterhautgewebe eingebracht, um die Haut zu stützen und zu straffen. Ähnliche Verfahren verwenden Kunststofffäden oder bioabsorbierbare Bänder mit oder ohne Widerhaken.
Operationsfreie Alternativen
Auch mit Verfahren, die ganz ohne Skalpell auskommen, lässt sich eine deutliche Straffung und Glättung der Haut erzielen. Dazu gehören bestimmte Laserverfahren wie Thermage , Unterspritzung mit Hyaluronsäure oder muskelentspannenden Medikamente wie Botox . Ob ein Facelift aufgefrischt werden muss, hängt von den individuellen Gegebenheiten, also der Hautstruktur, der genetischen Veranlagung und der Ausprägung der sichtbaren Hautalterung ab. In vielen Fällen reicht eine einmalige Behandlung völlig aus, während manchmal auch eine Wiederholung der Behandlung nach 7-15 Jahren durchaus sinnvoll sein kann. |