Damit ein Zahnimplantation erfolgreich verlaufen kann, muss im Vorfeld eine exakte Analyse des Mund- und Kieferbereichs erfolgen. Dazu gehören die folgenden Schritte:
Der Zahnarzt verwendet zur genauen Betrachtung des Kiefers Röntgen-bilder und teilweise auch dreidimensionale Modelle. Das ermöglicht dem Arzt, die spätere Position des Implantates präzise festzulegen. Zudem erhält er detaillierte Aufschlüsse über die Beschaffenheit des Kieferknochens, dessen Stärke und Gewebezustand sowie die genaue Bissstellung. Diese Erkenntnisse werden in die Behandlungsplanung einbezogen. Auf diese Weise können Risiken normalerweise stark minimiert werden.
Gesundes Zahnfleisch ist wichtig für den Erfolg der Implantation. Daher sollte der Arzt im Rahmen der Vorbehandlung eine Zahnfleischuntersuchung durchführen. Werden Entzündungen oder Erkrankungen festgestellt, müssen diese vor der Implantation unbedingt behandelt und vollständig therapiert werden.
Bei der Zahnimplantation sollte die Funktionalität immer an oberster Stelle stehen. Zähne, Muskulatur und individuelle Anatomie müssen perfekt zusammen passen. Nur bei optimaler Bissstellung kann ein Implantat korrekt eingesetzt werden und dauerhaft helfen. Fehlstellungen könnten sonst nach der Implantation Verspannungen, Kiefergelenksbeschwerden oder Kopfschmerzen auslösen.
Behandlung
Eine Zahnimplantation kann grundsätzlich in jedem Alter durchgeführt werden – auch unabhängig davon, wie lange der Zahnverlust bereits zurückliegt. Lediglich das Wachstum des Kiefers sollte beendet sein.
Wird die so genannte "Schlüssellochtechnik" verwendet, ist der Operationsradius sehr klein und man kann sich sehr schnell erholen.
Betäubung
Welche Betäubungsmethode angewandt wird hängt normalerweise vom Ausmaß des Eingriffs, individuellen Gegebenheiten sowie den Wünschen des zu Behandelnden ab.
Ist die Behandlung nur oberflächlich oder von kurzer Dauer wird meist nur eine lokale Betäubung vorgenommen. Dabei injiziert man das Betäubungsmittel direkt in den zu behandelnden Bereich, der dadurch für bestimmte Zeit schmerzunempfindlich gemacht wird.
Um auch bei umfangreicheren Behandlungen nicht gleich eine Vollnarkose anwenden zu müssen, kann die lokale Betäubung in manchen Fällen unter Aufsicht eines Anästhesisten durch den Dämmerschlaf ergänzt werden. Bei dieser so genannten Sedierung bekommt der zu Behandelnde ein bestimmtes Medikament als Dauer-infusion, das ihn, je nach dessen Stärke und Menge, in einen mehr oder weniger tiefen Schlafzustand versetzt. Dadurch nimmt er die Zahnimplantation nicht bzw. nur kaum wahr.
Unter bestimmten Voraussetzungen, auf Wunsch oder bei etwas umfassenderen Behandlungen wird eine Vollnarkose durchgeführt. Diese sollte nur von einem Anästhesisten eingeleitet und während der Behandlung ununterbrochen überwacht werden. Für gewöhnlich ermöglichen die heutigen Narkoseverfahren aber einen sanften, genau dosierten Schlaf ohne belastende Nebenwirkungen.