Methoden im Überblick
Übergewicht entsteht in den meisten Fällen durch eine erhöhte Energiezufuhr bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch. Durch verschiedene chirurgische Eingriffe kann die Energiebilanz des Patienten ausgeglichen werden. Dabei kommt neben einer Verringerung der Magenkapazität die teilweise Entfernung des Dünndarms in Frage. Bei starker Fettleibigkeit (Adipositas) kann nur eine Kombination verschiedener Methoden zum Erfolg führen.
Ein Magenband (Gastric banding) ist ein circa 12 Millimeter breiter Silikonring, der um den Magen gelegt wird und dadurch eine kleine Magentasche (Pouch) vom Restmagen abteilt. Diese circa 25 Milliliter fassende Magentasche bildet den aktiven Magenteil. Der größere Restmagen bleibt quasi unbenutzt. Der Eingriff erfolgt meist minimal invasiv. Das heißt, nur wenige kleine Schnitte auf der Bauchdecke sind notwendig, um das Magenband zu platzieren. Der Patient hat dadurch in der Regel kaum Schmerzen nach dem Eingriff.
Mit Hilfe eines speziellen Füllsystems kann das Magenband je nach Bedarf vom Arzt durch eine feine Nadel mit Flüssigkeit gefüllt und damit im Durchmesser vergrößert werden. Durch die Verringerung der Magenkapazität tritt beim Patienten früher ein Sättigungsgefühl auf und dem Körper wird weniger Energie zugeführt. Ein Magenband kann oft ein Leben lang getragen werden und erreicht langfristig einen Gewichtsverlust von bis zu zwei Dritteln des Übergewichts.
In einigen Fällen nehmen die Patienten trotz der Engstelle im Magen nicht ab. Ein Magenbypass kann dann das gewünschte Ergebnis bringen. Hierbei wird ein Teil des Magens entfernt. Der kleine Restmagen wird direkt an die Dünndarmwand angeschlossen, die Nahrung wandert nach dem Passieren des Magens sofort in den Dünndarm. Ein Magenbypass löst kein frühes Sättigungsgefühl aus, sondern ist vielmehr eine verhaltenschirurgische Maßnahme, da es beim Konsum von fettreicher Nahrung oder Süßigkeiten zu Erbrechen oder Durchfall (Dumping) kommen kann. |