Brustoperationen gehören zu den beliebtesten ästhetischen Behandlungen bei Frauen, sei es Brustvergrößerung, Brustverkleinerung oder Bruststraffung. Und immer mehr steigt auch die Nachfrage nach alternativen Operationsmethoden.
Ein innovatives Verfahren ist die Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure – eine Therapieform, bei der ohne Operation das Aussehen der Brust verändert werden kann. Bisher kam Hyaluronsäure vor allem bei Faltenunterspritzung und Lippenvergrößerung zum Einsatz. In größeren Mengen wird das Präparat nun verwendet, um das Volumen der Brust zu vergrößern oder die Konturen der weiblichen Brust zu formen, und das mit nur einem kleinen Hautstich. So können sich Frauen ihren Wunsch nach einer Brustvergößerung auch ohne Skalpell erfüllen. Der Nachteil zum herkömmlichen Silikonimplantat: die Hyaluronsäure-Behandlung ist mit hohen Kosten verbunden, da sie regelmäßig wiederholt werden muss. Denn Hyaluronsäure ist ein Material, das sich nach einiger Zeit abbaut.
Zusätzlich weist die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) daraufhin, dass empirische Studien zur Verwendung von Hyaluronsäure selten sind. Zwar ist Hyaluronsäure als Arzneimittel in Deutschland zugelassen, aber ihre Anwendungsmöglichkeiten und eventuelle Risiken sind noch nicht ausreichend dokumentiert. So können wie bei anderen operativen Maßnahmen Schäden im Brustgewebe, z.B. Verhärtung oder Abkapselung, als Folge der Hyaluron-Injektion auftreten.
myBody News vom 25. Juli 2008