Ende 2011 wurde bekannt, dass die französische Brustimplantate-Firma PIP (Poly Implants Prothèses) für die Herstellung ihrer Brustimplantate ein für Menschen gefährliches Billig-Silikongel verwendet hatte. Mehrere Länder, allen voran Frankreich, empfahlen den betroffenen Frauen daraufhin die Silikonkissen wegen gesundheitlicher Risiken entfernen zu lassen. Als festgestellt wurde, dass mögliche Gesundheitsrisiken durch vermehrt ausgetretenes Silikon auch ohne eine Riss-Bildung am Implantat vorliegen, schlossen sich Anfang Januar 2012 die deutschen Medizinerverbände und das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) dieser Empfehlung an.
Wie dringend eine Entnahme der Implantate im Einzelfall ist, hängt wesentlich davon ab, wie lange die Patientinnen die Implantate bereits tragen. Auch muss geklärt werden, ob ausschließlich eine Implantatentnahme vorzuziehen ist oder auch ein Implantatwechsel in Frage kommt. Diese beiden Punkte sollten laut BfArM Empfehlung zwischen Arzt und Patientin eingehend besprochen werden.
Informationen rund um die Themen PIP, qualitativ hochwertige Implantate, die Kosten eines Implantattauschs und welche Fragen in einem Beratungsgespräch auf jeden Fall beantwortet werden sollten, finden Interessierte auch im myBody-Special: Brustimplantate und Implantatwechsel.
myBody News vom 03. Februar 2012