Während der allgemeinen Voruntersuchung überprüft der Mediziner die Nasenatmung und die Schleimhäute im Inneren der Nase. Es folgt eine ausführliche Beratung über die individuellen Möglichkeiten und Risiken eines Eingriffs. Idealerweise werden dabei Fotos einer vergleichbaren Nasenoperation vorher-nachher gezeigt, um dem Patienten ein Gefühl dafür zu geben, was generell machbar ist und was nicht.
Um die geeignete Methode der Nasenoperation festlegen zu können und unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte der Arzt im Vorgespräch über allgemeine Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten, Allergien oder sonstige Unverträglichkeiten umfassend informiert werden.
Zwei bis drei Wochen vor der Nasenoperation wird Männern mit empfindlichen Schleimhäuten die Verwendung einer pflegenden Nasensalbe oder ölhaltiger Nasentropfen empfohlen. Bis zum eigentlichen Behandlungstermin sollten eventuell bestehende Entzündungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich gezielt behandelt werden, damit diese bis zum Behandlungstermin vollständig abgeklungen sind.
Auf Zigaretten, Alkohol und die Einnahme von Medikamenten sollte ca. zwei Wochen vor dem Eingriff wenn möglich verzichtet werden.
Behandlung
In der Regel wird zuerst das Knorpel- und Knochengerüst der inneren Nase präpariert, bevor Form und Größe der äußeren Nase verändert werden. Die normalerweise hierfür verwendeten Instrumente sind Spezialanfertigungen für filigrane Knorpel, Knochen und Schleimhäute.
Zwischen 60 und 90 Minuten dauert eine Nasenoperation für gewöhnlich, abhängig von Form und Größe der Nase sowie dem Ausmaß der gewünschten Korrektur. Sie findet im Allgemeinen unter Vollnarkose statt. Bei kleineren Korrekturen ist es manchmal ausreichend, den Mann in einen leichten Dämmerschlaf zu versetzen.
Kinn beeinflusst das Aussehen der Nase
Manche Männer, die ihre Nase als zu groß empfinden, werden überrascht sein, wenn der Arzt bei der Untersuchung feststellt, dass nicht die Nase das eigentliche Problem ist, sondern das Kinn: Durch ein kleines oder „fliehendes“ Kinn kann die Nase deutlich größer wirken als sie tatsächlich ist. In solchen Fällen kann eine Kinnkorrektur das gesamte Profil harmonischer und attraktiver erscheinen lassen.
Um das Gewebe nach dem Eingriff optimal zu stützen und die noch empfindliche Nase zu schützen, wird in der Regel eine Schiene auf dem Nasenrücken angebracht. Sie sollte in den ersten zwei Wochen nach der Nasenoperation möglichst häufig, vor allem nachts, getragen werden.
Bei einer zusätzlichen Korrektur der Nasenscheidewand werden meist Tamponaden und eine Schiene im Naseninneren zur Stabilisierung verwendet. Manche Spezialisten verwenden inzwischen statt der Tamponaden feine Silikonfolien, die wesentlich angenehmer zu tragen sind.
Schwellungen und Verfärbungen sind in den Tagen nach der Nasenoperation nichts Ungewöhnliches. Auf anstrengende Tätigkeiten und sportliche Betätigung sollte – je nach Größe des Eingriffs – bis zu vier Wochen verzichtet werden. Zur Beschleunigung des Heilungsprozesses ist es ratsam, extreme Kälte und direkte Sonneneinstrahlung im Nasenbereich für etwa sechs Monate zu meiden. Hält man(n) sich an die ärztlichen Anweisungen, können die Spuren der Nasenoperation schon nach wenigen Wochen komplett verschwunden sein.