Fakt Nummer 3:
Bis zur Entscheidung zu einer Schönheitskorrektur vergehen meist mehrere Jahre
Von spontanen Bauchentscheidungen kann im Zusammenhang mit ästhetischen Eingriffen nicht die Rede sein. Bei einem Drittel aller Patienten liegen zwischen dem ersten Gedanken an eine Operation und dem Operationstermin mehrere Jahre. „Korrekturen im Gesichts- oder Brustbereich stellen für den Patienten eine optische, sofort sichtbare Veränderung dar. Patienten, die einen solchen Eingriff wünschen, denken länger über das Für und Wider einer Korrektur nach.“, argumentiert Dr. Graf von Finckenstein.
Fakt Nummer 4:
Meinung von Familie und Freunden ist wichtig
In den Entscheidungsprozess werden Freunde und Familie vermehrt mit einbezogen. Etwa jeder fünfte Patient fasst den konkreten Entschluss zur Realisierung einer Schönheitsoperation erst nach einem Austausch mit engsten Angehörigen. Der Trend zu mehr Offenheit im Umgang mit schönheitschirurgischen Behandlungen setzt sich damit auch 2010 weiter fort.
Prognosen 2011
Vor dem Hintergrund der Tendenzen, die sich in den Ergebnissen der Patientenumfrage abzeichnen, blickten die DGÄPC-Experten für uns ins nächste Jahr: Was hat die Ästhetische Medizin 2011 zu erwarten?
Der Wunsch nach einer Brustvergrößerung oder Fettabsaugung wird auch im nächsten Jahr ungebrochen sein. Mit dem zunehmendem Interesse an Verschönerungsmaßnahmen bei den jüngeren Männern werden insbesondere Profilangleichungen im Gesicht, wie Kinn- und Nasenkorrekturen, sowie Botox-Behandlungen stärker nachgefragt sein.
Nachhaltig an Aufmerksamkeit gewinnen neue Ultraschall-, Wasserstrahl- und Lasertechnologien, die zur Körperformung eingesetzt werden, denn „Patienten wünschen sich vor allem sanfte Verfahren, die geringere Ausfallzeiten und Nebenwirkungen mit sich führen“, so Tagungspräsidentin Dr. Andrea Fornoff.
Auch High-Tech-Verfahren, die narbensparende oder nahezu narbenfreie chirurgische Eingriffe ermöglichen, setzen sich immer weiter durch. Dazu gehört beispielsweise die Methode zur Brustvergrößerung mit Eigenfettgewebe, die zukünftig optimiert wird. Im Gesamtausblick sollen Verfahren mit der Verwendung von körpereigenem Fett, im Speziellen zur Brustvergrößerung, in Zukunft Implantate ersetzen können. Tagungspräsident Dr. Peter Hollos geht davon aus, dass die Weiterentwicklung im Bereich der Brustvergrößerung zu einer großen Nachfrage führe |