In der einleitenden Pressekonferenz des Kongresses, am 2. Oktober 2008, gab Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Wolfgang Gubisch, Kongresspräsident und Vizepräsident der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen, ein erstes Statement: „ Die Zukunft liegt in der Kooperation!“. Kooperation heißt in dem Fall eine fruchtbare, interdisziplinäre Zusammenarbeit der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie mit verwandten Nachbarfächern, vor allem im Rekonstruktiven Bereich. In diesem Zusammenhang deutet Prof. Dr. Gubisch auch den positiven Trend der Spezialisierung der Ärzte an.
Prof. Dr. med. Günther Germann, Präsident der DGPRÄC, führt aus, wie erstrebenswert das Kooperationsprinzip auch im Interesse der Patienten ist. Im Bereich der Brusterkrankungen hängt der Erfolg bei der Wiederherstellung der Brust für Dr. Germann zweifellos von der fachlichen Qualifikation des Arztes ab. Ein Plastischer Chirurg könne mit Hilfe einer mikrochirurgischen Rekonstruktion mit Gewebe vom Bauch oder Po deutlich bessere Ergebnisse erzielen, als dies bei klassischen Formen der Brustrekonstruktion der Fall ist. Doch oftmals sind die Patientinnen über die Chancen und verschiedenen Behandlungsmethoden unzureichend aufgeklärt. Prof. Dr. Germann fordert daher, dass die Aufklärung über Rekonstruktionsverfahren und der Eingriff selbst beim Plastischen Chirurgen liegen sollten und die Patienten von den jeweiligen Ärzten entsprechend vermittelt werden sollten.
Diese und weitere spannende Themen, wie Ästhetische Eingriffe bei Minderjährigen, werden am Samstag, 4. Oktober 2008, in einem Panel mit einem großen Teilnehmerkreis hochrangiger Spezialisten ausführlich diskutiert. Denn auch dann heißt es wieder: „Quo Vadis?“ – Wo führt die Reise hin? |