Erste repräsentative Umfrage zum Thema Übergewicht
Nachwuchsforscher der Universität Marburg haben mehr als 1000 Deutsche zu einem der derzeit drängendsten Gesundheitsprobleme befragt: Adipositas. Die Ergebnisse dieser weltweit ersten repräsentativen Studie zum Thema bestätigen, dass starkes Übergewicht mit Faulheit und Disziplinlosigkeit verbunden wird.
Bundesbürger zu Einstellung gegenüber Dicken befragt
Über 23 Prozent der befragten Bürger gaben offen zu, dass sie dicke Menschen für willenlos und faul halten, nur 21 Prozent lehnten diese Vorurteile entschieden ab. Für Studienleiterin Anja Hilbert waren diese Antworten nicht überraschend, dem Stern sagte sie: „Dass übergewichtige Menschen stigmatisiert werden, haben bereits nicht-repräsentative Studien in den USA gezeigt.“ Die Stigmatisierung Dicker ist laut Hilbert nicht unproblematisch. So könnten gewichtsbezogene Hänseleien zu einer Depression und diese wiederum zu Essstörungen führen.
Die Umfrage ergab, dass die Einstellung der Befragten davon abhing, ob sie genetische Faktoren als Ursache für die Dickleibigkeit in Betracht zogen. Laut Anja Hilbert zeigt das Ergebnis der Studie, dass mehr Aufklärung zum Thema Übergewicht betrieben werden sollte, damit Übergewichte nicht ständig abwertenden Blicken oder verletzenden Äußerungen ausgesetzt seien und dadurch noch mehr in einen Kreislauf aus Depression und Essstörung kämen.
Adipoistas zieht Begleiterkrankungen mit sich
Übergewicht und Adipositas gehören zu den größten Herausforderungen der Gesundheitspolitik weltweit. In der Regel bringt starkes Übergewicht zahlreiche Begleiterkrankungen mit sich. Beispielsweise Diabetes Typ 2, Herz-Kreislaufkrankheiten oder Gicht – um nur einige davon zu nennen.
Tipps für Fettleibige
Wer an Fettleibigkeit leidet, sollte versuchen, durch eine Bewegungs- und Ernährungstherapie Gewicht zu reduzieren. Weitere Möglichkeiten bilden adipositaschirurgische Maßnahmen, zum Beispiel ein Magenballon oder ein Magenband. |