Anti-Aging mit Langzeiteffekt Sculptra® - der Kollagenstimulator für eine frische und straffe Haut

Sculptra® ist ein Kollagen-Biostimulator, mit dem Volumendefizite aufgefüllt und Falten unterspritzt werden.

Christopher Chrissostomou

Interview mit Christopher Chrissostomou und Dr. Franziska Eisenbrandt über Sculptra®

Kollagen – die Grundlage für junge Haut. Es verleiht der Haut nicht nur ihre Struktur, sondern hält ihre Form aufrecht und sorgt gleichzeitig für eine konstante Hydration. Mit zunehmendem Alter sinkt die körpereigene Kollagenproduktion allerdings, wodurch die innere Hautstruktur geschwächt wird. Ein natürlicher – jedoch frustrierender Prozess: Die Haut verliert mit der Zeit sowohl Feuchtigkeit als auch Spannkraft, sodass sich Linien und Falten bilden.

Doch zum Glück müssen wir uns heutzutage nicht mehr mit den Zeichen der Zeit abgeben! Wer einen gesunden Lifestyle führt, sich vor starken UV-Strahlen schützt und eine konstante Hautpflege betreibt, kann diesem Prozess entgegenwirken. Die ästhetische Medizin hilft dabei mit effektiven und langanhaltenden Anti-Aging-Behandlungen der Prävention auf die Sprünge – wie mit dem Kollagen-Booster Sculptra®.

Wie Sculptra® genau funktioniert, erklären uns die Expertinnen und Experten für Ästhetik – Christopher Chrissostomou und Dr. Franziska Eisenbrandt – der rennomierten Schönheitsklinik proaesthetic in Heidelberg.

myBody: First things first! Herr Chrissostomou, was genau ist Sculptra® eigentlich?

Christopher Chrissostomou: Sculptra® ist ein Kollagen-Biostimulator, mit dem Volumendefizite aufgefüllt und Falten unterspritzt werden. Es besteht hauptsächlich aus Poly-L-Milchsäure, welche die natürliche Reproduktion von Kollagen anregt und so die Qualität und Festigkeit der Haut wiederherstellt. Diese Wirkungsweise unterscheidet Sculptra® auch von Fillern wie Hyaluron oder Botox.

myBody: Können Sie uns erklären was Poly-L-Milchsäure ist, Frau Dr. Eisenbrandt?

Dr. Franziska Eisenbrandt: Die Poly-L-Milchsäure wird seit über zehn Jahren in der Ästhetischen Medizin verwendet und weiterentwickelt. Sie ist eine synthetisch hergestellte, biologisch abbaubare Substanz (Polymer), die der Körper nach der Injektion vollständig verstoffwechselt und mit körpereigenem Kollagen ersetzt. Dadurch werden langanhaltende Ergebnisse und eine gute Verträglichkeit erzielt.  

myBody: Wie funktioniert die Behandlung mit Sculptra®?

Christopher Chrissostomou: Sculptra® wird in die untere zweite oder in die dritte Hautschicht gespritzt. Die injizierte Flüssigkeit polstert die Haut sofort auf und sorgt so für einen Straffungseffekt.

Der Körper absorbiert innerhalb weniger Tage diese Flüssigkeit mit ihren Bestandteilen, sodass die Falten wieder sichtbar werden. Nur die Sculptra®-Partikel bleiben an der behandelten Stelle vorhanden und werden von den Makrophagen (Bestandteil der weißen Blutkörperchen) rekrutiert und umgeben. Aus den Makrophagen entstehen durch eine Verschmelzung Riesenzellen, die die Fibroblasten (Hauptbestandteil des Bindegewebes) aktivieren.

Die Fibroblasten bilden dann das Kollagen, welches schrittweise die Haut strafft und Volumen aufbaut. Die Sculptra®-Teilchen zersetzen sich mit der Zeit, wohingegen das Kollagen bestehen bleibt und für ein langfristiges Ergebnis sorgt.

myBody: Wann genau sind die Ergebnisse nach einer Sculptra®-Behandlung sichtbar und wie lange bleiben diese erhalten?

Dr. Franziska Eisenbrandt: Erste optische Resultate sind zwar sofort nach der Behandlung sichtbar, sie verschwinden aber nach ein paar Tagen wieder. Dieser Boosting-Effekt entsteht wegen der Flüssigkeit, mit der Sculptra® unmittelbar vor der Injektion verdünnt wird.

Die ersten dauerhaften äußerlichen Veränderungen zeigen sich nach etwa sechs Wochen und erreichen ihr Maximum nach drei bis vier Monaten. Der Grund für die allmähliche Entwicklung der Ergebnisse ist die sanfte stimulierende Wirkung der Poly-L-Milchsäure auf die Kollagenbildung.

Im Gegensatz zu einem reinen Filler, wie Hyaluron, hat Sculptra® keinen unmittelbaren, sondern einen langfristigen Effekt. Genauer gesagt hält die Wirkung von Sculptra® mindestens 25 Monate.

Für ein optimales Resultat reicht jedoch eine Behandlung nicht aus. Es bedarf einer Behandlungsserie, die sich über zwei bis drei Sitzungen erstreckt. Um das Ergebnis aufrechtzuerhalten, kann alle zwei Jahre eine Auffrischung gemacht werden.

myBody: Was kann mit Sculptra® behandelt werden?

Christopher Chrissostomou: Mit Sculptra® können sowohl kleine als auch größere Volumendefekte behandelt werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Eingesunkene Schläfen
  • Erschlaffte Wangen
  • Mentolabial-Falten (Marionettenfalten)
  • Nasolabial-Falten
  • Mundwinkel-Falten
  • Erschlafftes Kinn
  • Erschlaffte Jawline
  • usw.

Ebenso können neben dem Gesicht auch Körper-Regionen (wie bspw. Hip-Dips oder Cellulite) behandelt werden. Der Kollagenbooster eignet sich jedoch nicht für mimische Falten (Stirn-, Oberlippen-, Zornes- und Augenfältchen), da sie sich an den zu vermeidenden Injektionsstellen befinden. Eine Behandlung mit Sculptra® würde in diesen Regionen eine unregelmäßige Kollagenbildung verursachen.

myBody: Frau Dr. Eisenbrandt, wie läuft die Behandlung mit Sculptra® ab?

Dr. Franziska Eisenbrandt: Zuerst wird in einem Beratungsgespräch auf die Wünsche des Patienten eingegangen. Der behandelnde Arzt klärt ihn ausführlich auf und erstellt anschließend einen individuellen Behandlungsplan.

Am Behandlungstag sollte die Haut zuerst desinfiziert und dann die zu behandelnde Stelle mit einer Salbe lokal betäubt werden. Vor der Anwendung wird Sculptra® mit sterilem Wasser verdünnt. Die gebrauchsfertige Sculptra®-Suspension wird anschließend mit einer dünnen Hohlnadel vorsichtig und gleichmäßig unterspritzt.

Abhängig vom Patientenwunsch oder Behandlungsangebot kann danach eine kühlende Maske aufgetragen und eine sanfte Gesichtsmassage gemacht werden.

Nach der Injektion ist der Patient gesellschaftsfähig und kann seinem gewohnten Alltag nachgehen.

myBody: Was ist vor und nach der Behandlung zu beachten?

Dr. Franziska Eisenbrandt: Vor der Behandlung sollten für circa zwei Wochen keine blutverdünnenden Medikamente eingenommen werden, da es sonst zu Blutergüssen kommen kann.

Christopher Chrissostomou: Damit keine Verunreinigung der Einstichstellen entsteht, sollte in den ersten zwei Stunden nach der Behandlung kein Make-up aufgetragen werden. Kosmetische Behandlungen sind wiederum nach zwei Tagen wieder erlaubt.

Außerdem darf sich der Patient für ungefähr zwei Wochen weder starker Hitze noch Kälte aussetzen. Somit sind Sonnenbäder, Sauna- und Dampfbadbesuche zu vermeiden. In den ersten zehn Tagen sollte auch auf Sport und schwere körperliche Arbeit verzichtet werden.

Im Anschluss an eine Sculptra®-Behandlung ist es zudem wichtig, in den nächsten fünf Tagen die behandelten Bereiche für etwa fünf Minuten zu massieren. Mithilfe der Massagen kommt es einerseits zu einer besseren Verteilung der Poly-L-Milchsäure im Gewebe und andererseits wird das Risiko verringert, Verhärtungen zu bekommen. Dies trägt zu einem optimalen Ergebnis bei.

myBody: Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?

Christopher Chrissostomou: Das Komplikationsrisiko ist bei Sculptra® sehr gering. Nach der Behandlung können wie auch bei anderen Fillern vorübergehend Rötungen, Schwellungen und Blutergüsse an der Injektionsstelle auftreten. Sie entstehen aufgrund der scharfen Kanüle beim Unterspritzen, da dabei die Blutgefäße minimal verletzt werden und die benachbarte Gewebestruktur verdrängt wird. Sollten sich diese Nebenwirkungen zeigen, verschwinden sie spätestens nach drei Tagen.

Dr. Franziska Eisenbrandt: In sehr seltenen Fällen können sich auch Verhärtungen und Knötchen bilden. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, die behandelten Stellen mehrere Tage regelmäßig zu massieren. Neben der Massage ist auch eine sachgemäße Ausführung der Injektion essenziell. Wird eine zu große Menge des Wirkstoffs oder die Füllsubstanz in die falsche Hautschicht gespritzt, kann es zu den genannten Knubbeln und Unebenheiten im Areal der Einstichstelle kommen. Aus dem Grund ist es äußerst wichtig, einen erfahrenen und guten Spezialisten aufzusuchen.

myBody: Vielen Dank für das interessante Gespräch Herr Christopher Chrissostomou und Frau Dr. Franziska Eisenbrandt

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