Implantatwechsel bei Brustvergrößerung Erfahrungsbericht
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Medizinstudentin Friederike spricht im Interview über ihren Weg zur Traumbrust. Aus Patientinnensicht und aus Medizinerinnensicht erklärt sie, worauf es ankommt.

Privates Foto von Friederike

Friederike hatte nach ihrer Brustvergrößerung einen Implantatwechsel. Dieses Jahr steht ein weiterer an. Sie studiert Medizin. Berufsziel: Plastische Chirurgin.

mabelle: 2012 hattest du deine erste Brustvergrößerung. Welche Erfahrungen hast du damals als Patientin gemacht?

Friederike: Vor sieben Jahren war ich noch keine Medizinstudentin und konnte den fachlichen Aspekt der Operation noch gar nicht einschätzen, außerdem hatte ich noch nicht viele operierte Brüste gesehen. Ich bin also zu einem Arzt gegangen, den ich vorher nicht kannte. Die Aufklärung war o.k., aber ich hatte das Gefühl, dass alles sehr schnell gehen musste. Der Arzt hatte nicht so viel Zeit für mich und auch bezüglich der Implantate hatte ich keine Auswahl und wurde nicht über die verschiedenen Möglichkeiten aufgeklärt. Man unterscheidet nämlich nicht nur in rund oder anatomisch, es gibt sowohl verschiedene Höhen, Weiten und Profilstärken der Implantate als auch verschiedene Festigkeiten und Oberflächenstrukturen. Darüber wurde ich leider nicht im Detail aufgeklärt. Aber ich wusste es damals noch nicht besser, sonst hätte ich mir mehr Beratung eingefordert oder eine Zweitmeinung eingeholt. Der Arzt hat mir dann final gesagt, welches Implantat ich nehmen soll und so wurde es dann gemacht.

mabelle: Du hättest dir damals also mehr Informationen oder eine bessere Beratung vom Arzt gewünscht?

Friederike: Ja, das hätte ich in jedem Falle. Ich habe damals tagelang gegrübelt, welche Fragen ich stellen will. Es war nicht nur meine erste Beauty-OP, sondern auch meine erste Vollnarkose überhaupt und ich war total aufgeregt. Ich machte mir also in den Tagen vorher eine Liste, was ich gerne fragen wollte. Übrigens etwas, was ich jeder Frau empfehlen würde, denn in der Aufregung der Situation vergisst man dann doch so viel, was einem erst zu Hause wieder einfällt. Ich erinnere mich noch zu gut daran, wie ich die Liste rausholte und der Arzt sichtlich genervt die Augen verdrehte und mir das Gefühl gab, er würde auf heißen Kohlen sitzen. Etwas, was in meinen Patientengesprächen ein No-Go ist. Da hätte ich mir schon einen anderen Arzt suchen sollen. Der Patient sollte seine Fragen immer stellen dürfen und sollte alle Ungereimtheiten aus der Welt schaffen dürfen.

mabelle: Da du danach noch eine weitere Brust-OP hattest, liegt nahe, dass du auch mit dem Ergebnis nicht rundum zufrieden warst?

Friederike: Das stimmt. Ich hatte Implantate (275 Milliliter, runde Implantate, moderates Profil), welche sehr fest waren und sich für mich nicht schön anfühlten. Mir waren sie zu fest und sie passten vom Gefühl nicht zu meinem natürlichen Gewebe. Das sollte sich dann mit den neuen Implantaten ändern. Sie sollten weicher sein, ich wollte, dass sie ein wenig größer sind und dass meine Brüste ein wenig weiter in der Mitte zusammenkommen. Ferner hatten meine alten Implantate eine grob-texturierte Oberfläche. Mittlerweile tendiert man eher zu fein-texturierten Implantaten.

mabelle: Du hast dich entschieden, deine Brustimplantate austauschen zu lassen. Was war dir bei den neuen Implantaten wichtig?

Friederike: Zuallererst war mir die Auswahl des Arztes wichtig, denn dieser hat mir die neuen Implantate ausgewählt. Ich wollte einen Plastischen Chirurgen haben, dem ich vertraue, der was von seinem Fach versteht, dem ich alle Fragen stellen konnte. Ich hörte damals von einem befreundeten Arzt, dass es in NRW einen Plastischen Chirurgen gibt, der in Deutschland zu den führenden Brustchirurgen gehört und die Nr. 1 für Brustvergrößerungen sein soll. Zu ihm bin ich dann gegangen. Vor dem Termin war ich total unsicher. Meine Liste habe ich zwar wieder geschrieben, mich aber wegen der schlechten Vorerfahrung gar nicht mitzubringen getraut. In dem langen Gespräch erzählte ich ihm dann aber davon, konnte all meine Fragen stellen, die mir in dem Moment einfielen, und er lud mich zu einem zweiten Beratungsgespräch ein, in dem ich meine Liste mitbringen sollte, sodass wir alle Fragen restlos klären können. Bei den neuen Implantaten war es mir dann wichtig, dass sie besonders weich sein sollten. Ich wollte, dass sich meine Brüste natürlich anfühlen. Jetzt bin ich mehr als zufrieden. Man kann sie richtig knautschen, wenn ihr wisst, was ich meine. Sie sind nicht wie pralle Luftballons, die mir eingebaut wurden, sondern als wären sie schon immer da gewesen. Hätte ich gewusst, dass das Ergebnis so schön werden würde – ich hätte den Implantatwechsel schon früher machen lassen.

Privates Foto von Friederike

mabelle: Wovon hängt es ab, wie ein Implantat einwächst und ob es sich später eher fest oder weich anfühlt?

Friederike: Um das Implantat bildet sich beim Abheilen und Einwachsen ein kleines Häutchen. Dieses Häutchen ist weich und nicht tastbar, wenn alles so weit gut ist. Das Implantat selbst hat auch eine Festigkeit. Es gibt absolut weiche Implantate als auch festere. Natürlich ist das Geschmackssache, aber man versucht schon, das natürliche Brustgewebe in der Beschaffenheit nachzuahmen, soweit es möglich ist. Brustimplantate sind ja mittlerweile innen nicht mehr flüssig, die Zeit auslaufender Implantate ist längst vorbei. Wenn man ein Implantat durchschneiden würde, dann würde es von innen aussehen wie ein Gummibärchen, nur etwas weicher. Die Weichheit dieser Masse bestimmt maßgeblich, wie weich sich das Implantat nachher in der Brust anfühlt. Ferner gibt es verschiedene Oberflächenbeschaffenheiten der Implantate, die ebenfalls ein unterschiedliches Einwachsen ermöglichen.

mabelle: Wie ging der behandelnde Chirurg bei dem Eingriff vor?

Friederike: Dr. Asgarouladi hat die Implantate nach der Dual-Plane-Methode eingelegt. Das bedeutet, dass die Implantate mit dem oberen Drittel unter dem Brustmuskel liegen. Dies sorgt für einen besonders natürlichen Look, weil der Übergang von Brustkorb zu Brust ganz weich wird und man den Ansatz der Implantate nicht sieht. Der untere Teil des Implantats liegt unter der Brustdrüse und unter dem Fettgewebe der Brust und lässt sich wie körpereigenes Gewebe verschieben. Zur Einlage der Implantate hat Dr. Asgarouladi einen sogenannten Keller Funnel benutzt. Eine super Methode, wie ich im Rahmen meines Medizinstudiums schon oft feststellen durfte. Dieser Keller Funnel ist eine Art steriler, weicher, formbarer Kunststofftrichter, vorzustellen wie eine Spritztüte beim Backen. Die Implantate werden in diese sterile Tüte gelegt ohne, dass jemand sie berührt. Durch diesen Keller Funnel wird das Implantat dann über einen ganz kleinen Schnitt in die Brust eingebracht. Das Irre ist: Das Implantat berührt so niemals die Haut der Patientin! Das bedeutet, dass es auch niemals mit den Keimen, die jeder von uns auf der Haut hat, in Berührung kommt. Super steril also. Zum Abschluss wurde die Wunde natürlich noch zugenäht. Dafür hat der Arzt einen speziellen Ankerfaden genommen und die Naht gerafft. Vorher, also bei der Brustvergrößerung 2012, war die Narbe auf jeder Seite gut einen Zentimeter länger als jetzt.

mabelle: Du bist Medizinstudentin und wirst früher oder später selbst Brustvergrößerungen und andere ästhetische Eingriffe durchführen. Was findest du aus Patientinnen-Sicht und aus Medizinerinnen-Sicht besonders wichtig bei einer Brustvergrößerung?

Friederike: Ganz klar: Die Aufklärung, das Vertrauensverhältnis zum Arzt und hochwertige Produkte. Die Aufklärung ist erst dann zu Ende, wenn der Patient keine Fragen mehr hat. Mein Operateur war für mich Tag und Nacht erreichbar. Ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit ist so wichtig. Ferner sind hochwertige Produkte ein Muss. Mit meinen neuen Implantaten von Sebbin bin ich durchweg zufrieden. Aber auch die anderen Produkte, z. B. die Fäden, sind wichtig. Es geht ja um den eigenen Körper. Da sollte nur das Beste gut genug sein und auch der Chirurg sollte das so sehen.

Privates Foto von Friederike

mabelle: Was würdest du Frauen raten, die vor der riesigen Auswahl an Implantaten stehen und nicht wissen, wie sie sich entscheiden sollen?

Friederike: Wenn sie noch nicht wissen, wie sie sich entscheiden sollen, dann wurden sie noch nicht gut genug beraten. Es gibt eine riesige Auswahl an Implantaten, ja, das ist richtig. Aber nicht jedes Implantat passt zu jeder Patientin, nicht zu jedem Oberkörper, nicht zu jeder Brust und nicht zu jeder individuellen Vorstellung. Man sollte gemeinsam mit dem Arzt besprechen, was bei den individuellen Körperverhältnissen möglich ist, was man sich wünscht, worauf man Wert legt.

mabelle: Bist du mit deinen aktuellen Implantaten in Bezug auf Form, Größe und Gefühl zufrieden?

Friederike: Ja, das bin ich auf jeden Fall. 100 % zufrieden mit den Implantaten, der Form und dem Gefühl. Aber was die Größe angeht ... Ich denke, dass da noch etwas Luft nach oben ist. Der nächste und letzte Implantatwechsel ist für dieses Jahr geplant. Wieder bei Dr. Asgarouladi und wieder Sebbin-Implantate.


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