Innovation bei Haarausfall: Künstliche Haarimplantate statt Eigenhaar
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Innovation bei Haarausfall: Künstliche Haarimplantate statt Eigenhaar

myBody News, 05. November 2019
Frau prüft ihren Haaransatz auf Haarausfall

Zentrale Fragen im Beratungsgespräch für eine Haartransplantation lauten: „Habe ich genug mögliches Spenderhaar? Und könnte man nicht auch Fremd- oder Kunsthaar transplantieren?“ Fremdhaar stößt der Körper grundsätzlich ab und auch von synthetischem Haar wurde in den letzten Jahren eher abgeraten. Das Haar sah unnatürlich aus, die Anwuchsrate war unbefriedigend und die Langzeitergebnisse ließen zu wünschen übrig. Eine technische Innovation könnte den Bereich der Kunsthaarimplantation jetzt aber revolutionieren und volles Haar für diejenigen Patienten möglich machen, die über wenig Spenderhaar verfügen, die Hinterkopfrasur scheuen oder einfach nach einer weniger invasiven und unkomplizierteren Lösung suchen. Beim Haarimplantationssystem HAIRSTETICS werden mithilfe einer Nadelkartusche mindestens 15 synthetische Haarimplantate gleichzeitig in die Kopfhaut eingebracht. Die Nadeln sind sehr fein und glatt, dadurch wird die Haut nur minimal verletzt und die Anwuchsrate ist verhältnismäßig hoch. Zur Befestigung befindet sich am unteren Ende jedes Nylon-Implantats ein kleiner Anker, der das Haar sicher in der Kopfhaut fixiert, etwa 2,5-mal fester als natürliches Haar.

Für ein natürliches Ergebnis sind 500 bis 600 Haarimplantate nötig. Nach einer Einheilzeit von ca. drei Tagen kann das Haar wie gewohnt gewaschen, gestylt und beansprucht werden. Vorteile der Kunsthaarimplantation gegenüber einer Eigenhaartransplantation sind die kurze Behandlungsdauer und das sofort sichtbare Ergebnis, da die Haare nicht erst nachwachsen müssen. Darum ist die Methode vor allem auch für Frauen interessant, die ihre Haare lang tragen möchten. Ein Nachteil könnte die limitierte Auswahl an Haarfarben (momentan gibt es sieben) und -oberflächen sein, möglicherweise muss das Naturhaar dem Kunsthaar durch Färben angeglichen werden.

Das Kunsthaarsystem darf nur von Ärzten angewendet werden und ist dank einer lokalen Betäubung der Kopfhaut für den Patienten nahezu schmerzfrei. Das System ist neu auf dem deutschen Markt, in Israel, Brasilien und dem asiatischen Raum ist es schon längere Zeit im Einsatz.

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