Sklerotherapie gegen Besenreiser und Krampfadern
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Sklerotherapie gegen Besenreiser und Krampfadern

myBody News, 23. März 2021
Sklerotherapie gegen Besenreiser und Krampfadern

Etwa 60 % aller Erwachsenen in Deutschland leiden an Besenreisern und/oder netzförmigen Krampfadern ohne größere Krampfadern. Davon sind bereits 31 % der erwachsenen Deutschen von ausgeprägten Krampfadern, die auf jeden Fall behandelt werden sollten, betroffen (Bonner Venenstudie). Neben der unschönen Optik können Krampfadern außerdem für unangenehme Symptome wie Schmerzen in den Beinen, Schwere- und Spannungsgefühle sowie Schwellungen sorgen und damit die Lebensqualität der Betroffenen mindern. Besenreiser hingegen sind meist harmlos, können jedoch Vorläufer größerer Krampfadern oder einer Venenschwäche sein.

Krampfadern und Besenreiser sind kein Problem der älteren Generation. Zwar nimmt das Risiko für Venenprobleme mit dem Alter zu, Besenreiser finden sich jedoch bereits bei Betroffenen Anfang 20. Zudem sind sowohl Männer als auch Frauen betroffen. Daran erkranken kann jeder, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Lebensweise. Dennoch hängt das Entstehen von Venenproblemen auch viel mit der Veranlagung zusammen.

Doch wie lassen sich Besenreiser und Krampfadern behandeln?

Regelmäßige Bewegung ist eine wichtige Präventionsmaßnahme. Außerdem kann mit konservativen Verfahren wie dem Tragen von Kompressionsstrümpfen oder der Einnahme von Venenmitteln Linderung geschaffen, jedoch nicht das Problem beseitig werden.

Operative Behandlungsmethoden sind z. B. das Stripping oder die Kochsalzinjektion. Für Letztere gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Belege, weshalb diese in medizinischen Leitlinien keine Beachtung findet. Als größerer Eingriff kann das Stripping gerade ältere und gesundheitlich beeinträchtige Patienten belasten.

Die Sklerotherapie hingegen ist umfassend erforscht. Das minimal-invasive Verfahren ist für die ambulante Behandlung von Krampfadern jeder Größe und Form geeignet. Nach eingehender Untersuchung wird dafür das flüssige oder aufgeschäumte Sklerosierungsmittel mit dem Wirkstoff Polidocanol vom Venenfacharzt (Phlebologe) in die erkrankten Venen injiziert. Dadurch kann bei Besenreisern eine über 90-prozentige Besserung erzielt werden.

Die Sklerotherapie gilt als äußerst sichere, wirksame und effektive Methode und ist gilt laut Leitlinien bei kleineren Krampfadern und Besenreisern als Goldstandard. Bei größeren Krampfadern wird die Schaum-Sklerotherapie als gute Alternative zu den operativen Verfahren empfohlen.

Eine Sklerotherapie-Sitzung dauert etwa 20-30 Minuten und kann ohne Narkose bzw. Betäubung durchgeführt werden. Betroffene können nach der Behandlung ohne Einschränkungen in ihren gewohnten Alltag übergehen.

Trotz der sehr guten Behandlungserfolge sind Krampfadern und Besenreiser nicht heilbar und können im Laufe des Lebens erneut auftreten - dann jedoch auch erneut erfolgreich behandelt werden.

Referenzen
Bonner Venenstudie (Rabe, Phlebologie 2003, 32:1)
MW Office Gesellschaft für Marketing und Werbung mbH - Anja Beer

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