PRP Haarausfallbehandlung - Kosten, Methode, Ärzte
3.5 von 573
(73)

PRP Haarwurzelbehandlung Methode, Kosten, Ärzte

Frau bekommt PRP Haarausfallinjektion

Haare haben eine große Symbolkraft. Sie sind unser natürlicher Kopfschmuck und so auffällig, dass sie entscheidend zum gesamten Aussehen beitragen. Gesunde Haare sind ein Zeichen von Vitalität und signalisieren Gesundheit. Zugleich steht eine volle Haarpracht für Jugendlichkeit. Da der Zustand, die Farbe und die Beschaffenheit der Haare grundlegend genetisch determiniert sind haben wir keinen Einfluss darauf, ob sie lang oder kurz, blond oder braun, dicht oder licht sind. Zumal sich die Haarstruktur im Laufe der Zeit altersbedingt verändert.

Eigenblut gegen Haarausfall

Fakt ist aber, dass Haarprobleme wie vermehrter Haarausfall, kahle Stellen oder ein fliehender Haaransatz für Betroffene ein ästhetischer Störfaktor und oft auch eine psychische Belastung darstellen. Heutzutage gibt es glücklicherweise eine Auswahl an Methoden um den Kampf gegen den Haarausfall anzugehen. Als erfolgsversprechend hat sich die PRP Haarwurzelbehandlung etabliert, die mit Eigenblut den Haarausfall stoppen und dem Haar zu neuer Dichte verhelfen soll.

PRP-Haarwurzelbehandlung auf einen Blick

Kosten:

500 Euro bis 2.000 Euro
(Quelle: myBody Klinikfinder)

Narkose:

keine, auf Wunsch unter lokaler Betäubung

Dauer:

Behandlung dauert ca. 30 bis 45 Minuten

Umfang:

ambulant, 1 bis 4 Sitzungen (meist 2)

Vorteile:

keine Narben, keine Ausfallzeit

Ärzte und Kliniken:

Ärzte anzeigen

Behandlung PRP-Haartherapie

PRP in der Haarmedizin

Die PRP Eigenbluttherapie kommt auf verschiedenen medizinischen Gebieten zum Einsatz. Im Bereich der Haarmedizin und der Haarchirurgie im Besonderen wirkt PRP positiv auf Haarwachstum, Regeneration und Dickenwachstum der Haare. Die PRP-Haarwurzelbehandlung basiert auf dem Wissen, dass eine ausreichende Versorgung der Haarwurzeln mit den nötigen Nährstoffen die Voraussetzung für ein gesundes Haarwachstum ist.

Was ist PRP?

PRP steht für „platelet rich plasma“, englisch für plättchenreiches bzw. thrombozytenreiches Blutplasma. Dieses Konzentrat wird aus dem Eigenblut des Patienten gewonnen und zum Aufbau sowie zur Stärkung der Haarwurzel in die Kopfhaut injiziert. PRP funktioniert sowohl als eigenständige Behandlung als auch in Kombination mit anderen haarchirurgischen Maßnahmen wie der Eigenhaartransplantation.

Kann PRP Haarausfall stoppen?

Wer unter Haarausfall leidet kann sein Haar mit PRP auf natürliche Weise zum Wachstum stimulieren. Injiziert man die PRP-Wirkstoffmischung gezielt in die Regionen, die von Haarausfall betroffen sind, kann Haarausfall nachhaltig gestoppt und das Haar wieder dichter werden. Die Stammzellen des Blutes bauen die Haarwurzel biologisch auf und enthalten Wachstumsfaktoren, die die Zellerneuerung anregen. Oft wird die Behandlung innerhalb von kurzen Abständen bis zu 3 Mal wiederholt, um den Wachstumseffekt zu bestärken und langfristig anzuheizen. Zum Erhalt des Ergebnisses wird zudem empfohlen die PRP Haarausfallbehandlung jährlich mit einer Sitzung aufzufrischen.

Wie wirkt PRP bei der Haartransplantation?

Die regenerierende Wirkung des körpereigenen Blutkonzentrats PRP macht man sich auch im Rahmen einer Haartransplantation zunutze. Während Eigenblut im Frühstadium von Haarausfall sichtbare Erfolge erzielen kann, sind Haartransplantationen meist die einzige Möglichkeit, um bereits fortgeschrittenen Haarausfall aufzuhalten. Wird PRP vor und in gewissen Abständen nach der Haartransplantation in die zu behandelnden Kopfregionen eingebracht, unterstützt das Plasmakonzentrat den Haarwuchs, beschleunigt und verbessert zugleich das Ergebnis der Haarverpflanzung. Insgesamt erhöht sich die Blutzufuhr in der Behandlungsregion, so dass sich die Haarfollikelumgebung regeneriert und das Zellwachstum gesteigert wird.

Was kann die PRP Haarwurzelbehandlung erreichen?

Patienten mit starkem Haarausfall und schlechtem Haarzustand - sei es stressbedingt, durch eine lange Krankheit oder genetisch begründet - können mit einer PRP Haarbehandlung den Haarverlust deutlich reduzieren und sogar gänzlich stoppen. Dünne, matte Haare können wieder kräftiger und dichter werden. Die Behandlung der Haarwurzeln mit körpereigenen Stammzellen aus dem Blut reichert sie mit lebensnotwendigen Nährstoffen an, wodurch das Haarwachstum wieder stimuliert wird und insgesamt eine Qualitätsverbesserung der Haare erreicht wird. Auch das Anwachsen von verpflanzten Haaren nach einer Haartransplantation wird dank PRP gefördert.

Für wen ist die Haarwiederherstellung mit PRP geeignet?

Grundsätzlich ist die Eigenbluttherapie für jeden geeignet, der sein Haar kräftigen möchte und gegen Haarverlust vorgehen möchte. Eine PRP Haarwurzelbehandlung ist jedoch nicht möglich bei vorliegenden Krankheiten, die das Blut betroffen oder durch Blut übertragen werden. Kontraindikationen sind beispielsweise bei Hepatitis und HIV gegeben. Auch Störungen der Blutgerinnung, Autoimmunerkrankungen, Leberkrankheiten und Krebs sprechen eher dagegen. Schwangere sollten nicht mit PRP behandelt werden. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei chronischen oder akuten Hauterkrankungen der Kopfhaut oder auch des Gesichts wie Schuppenflechten oder Neurodermitis.

Kosten einer PRP Haarwurzelbehandlung

Die Preise für eine PRP Haarwurzelbehandlung können je nach Umfang und Dauer der Behandlung, individueller Beschaffenheit von Haaren und Kopfhaut sowie dem Herstellungsverfahren des PRP variieren. Eine PRP Haarwurzelbehandlung kostet zwischen 500 Euro und 1.000 Euro pro Sitzung. In der Regel ist Minimum eine Folgebehandlung notwendig. Für den kompletten Behandlungszyklus können so Kosten für PRP von bis zu 2.000 Euro entstehen.

Zahlt die Krankenkasse eine PRP Haarwurzelbehandlung?

Eine PRP-Haarwuchsbehandlung ist wie die meisten ästhetischen Behandlungen eine Privatleistung. Die gesetzlichen Krankenkassen oder die Beihilfe kommen daher in der Regel für die Behandlungskosten nicht auf. Eine Ausnahme kann für Patienten mit einer Krebserkrankung gelten, denen eine PRP-Therapie zur Haarwiederherstellung nach dem Abschluss ihrer onkologischen Behandlung oft empfohlen wird. Sie sollten sich einen Kostenvoranschlag für den gesamten Behandlungszyklus ihrer PRP Haarwurzelbehandlung erstellen lassen und sich - in jedem Fall vor der Behandlung - bei ihrem Versicherer bezüglich der Kostenübernahme erkundigen.

Warum ist von Billigangeboten abzuraten?

Bei Billigangeboten sollte man generell vorsichtig sein. Niemand hat etwas zu verschenken, so dass Einsparungen und dies oft an falscher Stelle stattfinden. Bei PRP Therapien, die extrem günstig angeboten werden, erfolgt die Aufbereitung und Herstellung des Blutplasmas oft nicht sachgemäß und entsprechend bleibt der gewünschte Therapieerfolg aus. Natürlich sind auch überteuerte Preise ungerechtfertigt, denn dadurch wird die PRP Behandlung nicht wirksamer.

Welcher Arzt kommt für eine PRP Haarwurzelbehandlung infrage?

Für die Wahl des richtigen Arztes ist unter anderem die Spezialisierung im Bereich der Haarchirurgie bzw. Haarmedizin sowie der Facharzttitel wichtig. Infrage kommen beispielsweise Ästhetisch-Plastische Chirurgen, Chirurgen und Dermatologen. Ärzte und Einrichtungen, die zusätzlich das myBody® Qualitätssiegel tragen, erfüllen bestimmte Qualitätskriterien und verpflichten sich zur Einhaltung strenger Qualitätsstandards. Diese zertifizierten Ärzte und Einrichtungen sind im myBody-Klinikfinder gelistet.

Durchführung einer PRP Haarwurzelbehandlung

Die Haarwurzeltherapie mit PRP ist im Prinzip keine aufwendige Behandlung. In einem ersten Schritt wird eine kleine Menge Blut meist aus der Armvene des Patienten - wie beim Blutziehen - entnommen. Dieses wird in einem speziellen Zentrifugationsverfahren aufbereitet, um das wirkstoffreiche PRP zu isolieren. Durch die Zentrifugalkräfte wird das Blutplasma von den restlichen Blutbestandteilen getrennt. Bereits nach 10 Minuten ist das körpereigene Blutkonzentrat für die Weiterbehandlung einsatzbereit. Mit feinsten Mikronadeln wird das PRP in die zu behandelnden Bereiche der Kopfhaut direkt an die Haarwurzel gespritzt. Das PRP kann in reiner Form verabreicht werden oder bei Bedarf auch mit anderen Medikamenten oder Hyaluronsäure vermischt werden.

Sicherheit und Verlässlichkeit bei der Arztwahl

Zertifizierte Ärzte und Kliniken für eine PRP Haarwurzelbehandlung

Alle von myBody zertifizierten Ärzte und Kliniken sind ausgewiesene Spezialisten für ästhetisch-plastische Chirurgie und verfügen nachweislich über die notwendige Expertise. Patient*innen können bei ihnen auf Kompetenz und Erfahrung vertrauen.

Ärzte anzeigen

Grafik Ablauf PRP Haarausfallbehandlung

Wie lange dauert die PRP Haarwurzelbehandlung?

Die Dauer der PRP-Haarwurzelbehandlung beträgt für gewöhnlich zwischen 30 und 45 Minuten. Je nachdem, wie stark der Haarausfall des Patienten und wie groß das Behandlungsareal ist, kann die Dauer der PRP-Behandlung variieren.

Was gilt es vor der PRP-Haartherapie zu beachten?

Eine besondere Vorbereitung verlangt die PRP Behandlung im Normalfall nicht. Wichtig ist jedoch, dass mindestens drei Tage vor der Eigenbluttherapie (besser sogar 7-10 Tage) auf die Einnahme von Medikamenten verzichtet wird. Keinesfalls sollten blutverdünnenden Substanzen wie Aspirin oder Ibuprofen und andere ähnliche Schmerz- und Rheumamittel eingenommen werden, da dieser die Vitalität der Thrombozyten hemmen. Im Ausnahmefall ist beispielsweise Paracetamol erlaubt; die persönlichen Begebenheiten rund um die Medikamenteneinnahme sollte jedoch immer mit dem behandelten Arzt vorher abgesprochen werden.

Wie viele Sitzungen einer PRP Haartherapie sind nötig?

Eine Behandlungszyklus von mindestens zwei Sitzungen ist in der Regel notwendig, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Je nach Effektivität der Behandlung bzw. wie der Patient auf die Behandlung anspringt, können auch weitere Sitzungen unumgänglich sein. Der Behandlungsumfang einer PRP Haartherapie kann bis zu sechs Sitzungen betragen.

Ist die PRP Haarausfallbehandlung schmerzhaft?

In der Regel sei die PRP Behandlung gegen Haarausfall nur wenig schmerzhaft und verlangt für gewöhnlich keine Betäubung. Das Schmerzempfinden ist jedoch sehr subjektiv. Sollten Patienten schmerzempfindlicher sein oder es wünschen, kann der Eingriff auch unter Lokalanästhesie stattfinden. 

Risiken einer PRP Haarwurzelbehandlung

Frau bekommt Haarausfall-Injektion am Scheitel

Da das verabreichte Konzentrat aus dem eigenen Blut des Patienten hergestellt wird besteht kein Risiko auf allergische Reaktionen. Die Blutplättchen sind außerdem für die Immunabwehr des Körpers zuständig, so dass auch Immunreaktionen wie Infektionen nahezu komplett ausgeschlossen werden können. Als sichtbare Nebenwirkungen sind kleine Blutergüsse, Rötungen oder Schwellungen möglich. Dies ist aber sehr selten und die Patienten sind sofort nach der Behandlung wieder ausgehbereit.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Als Nebenwirkung einer PRP Haarwurzelbehandlung kann es in seltenen Fällen einen Ausschlag geben, Kopfschmerzen und Fieber können auftreten oder auch Schmerzen an der Einstichstelle. Gesundheitskritische Komplikationen sind bei einer PRP Haartherapie nicht zu erwarten. Vor dem Eingriff sollten sich Patienten ausführlich zu Risiken und Nebenwirkungen der PRP-Behandlung von ihrem behandelnden Arzt aufklären lassen. 

PRP Haarausfallbehandlung - Kosten, Methode, Ärzte
3.5 von 573
(73)

Der myBody® Klinikfinder - Zertifizierte Ärzte und Kliniken

Wir prüfen für Sie

  • Sicherheit
  • Transparenz
  • Service

Das könnte Sie auch interessieren