Narbenbehandlung mit Eigenfett
Nach Operationen, durch Verbrennungen oder Schnittverletzungen und Schürfwunden bleiben Narben auf der Haut zurück. Diese sind oft unschön und können sogar funktionell beeinträchtigend sein. Es kann Jucken und Brennen und die Narben können je nach Größe und Lage auch zu Schmerzen führen. Grundsätzlich ist es deshalb ratsam bereits bei frischen Narben mit einer konsequenten Pflege die Heilung zu fördern. Wer Probleme mit älteren und verhärteten Narben hat, kann diese aber ebenso behandeln, beispielsweise mit Narbengelen oder mittlerweile auch mit Eigenfettunterspritzungen.
Egal ob Narben ästhetisch störend sind oder für Betroffene körperlich einschränkend wirken, weil sie zum Beispiel in der Nähe von Gelenken liegen, bei einer Narbenbehandlung geht es um eine Erhöhung der Hautelastizität sowie der Beweglichkeit. In der ästhetischen Medizin wird Eigenfett eingesetzt um Konturdefekte auszugleichen, Falten zu unterfüttern oder Brustvolumen aufzubauen. Der Einsatz von Eigenfett hat sich mittlerweile bewährt und gilt als risikoarm. Unterspritzt man Narben bzw. Narbengewebe mit Eigenfett kommt es zu einem sogenannten Narbenremodelling. Das Fettgewebe bildet eine neue Verschiebeschicht unter der Narbe, die die Narbe weicher macht. Zudem wird das Kollagen des Narbengewebes in normales Hautkollagen umgewandelt. Weiterhin haben die mittransplantierten Fettgewebsstammzellen einen positiven Effekt auf die Festigkeit des behandelten Hautareals.
Durch das Lipofilling wird das Erscheinungsbild der Narbe optisch korrigiert und die Narbe insgesamt weniger auffällig. Kombiniert man die Eigenfettunterspritzung mit dem medizinischen Microneedling erscheint die Narbe deutlich glatter, flacher, unsichtbarer und das Hautbild ebenmäßiger. Ein bisschen Geduld müssen die Patienten aber mitbringen. Bis ein zufriedenstellendes Endergebnis erzielt wird, werden die Behandlungen je nach Ausmaß der Narbe oft mehrfach durchgeführt und wiederholt.
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