Neue Erkenntnisse für Tinnitus-Behandlung
Rund 1,5 Millionen Menschen leiden nach einer Studie der Deutschen Tinnitus-Liga unter chronischem Tinnitus. Ein Großteil dieser Menschen ist männlich und leidet an einem erkrankten Kausystem – das belegen die Erfahrungen der Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA). Wurde dieser Verbindung von Tinnitus und Zahnleiden in der Vergangenheit wenig Aufmerksamkeit geschenkt, spielt mittlerweile die direkte „Nachbarschaft“ von Hörorgan und Kausystem eine wichtige Rolle bei der Diagnose und Behandlung von Tinnitus. Denn es wurde nachgewiesen, dass die muskulären und nervlichen Kontakte zwischen den beiden Kopfregionen dafür sorgen, dass ein Tinnitus Reaktionen im Biss hervorruft – und umgekehrt. Die Zahnmedizin hat mittlerweile eine Zahnfehlstellung als häufigen Tinnitus-Indikator festgestellt, da die Fehlstellung einen krankhaften Druck auf die Kiefergelenke und die umliegenden Muskeln ausübt. Tinnituspatienten, die demnach Symptome wie Zähneknirschen oder schmerzhaft angespannte Kiefermuskeln an sich feststellen, sollten die Zahnmedizin in Anspruch nehmen und einen Spezialisten des Fachs aufsuchen. Eine mögliche Therapieform ist der Einsatz einer Oberkiefer-Bissschiene, um einer chronischen Entwicklung des Tinnitus vorzubeugen.
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