Office Eye Syndrom
Anfang Juli 2010 fand in Berlin der Weltkongresses der Augenheilkunde statt. Eines der Hauptthemen: Das „trockene Auge“, in der Fachsprache „Keratokonjunktivitis Sicca“, worunter etwa 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden. Die schwächeren Symptome haben die meisten schon einmal erlebt: Die Augen brennen, sie sind rötlich und sehr empfindlich. Bei schwerwiegenderen Fällen sprechen Betroffene davon, dass feiner Sand permanent auf der Hornhaut reibt. Ist es einmal so weit gekommen, schmälert das nicht nur die Lebensqualität, auch das Sehvermögen wird eingeschränkt.
Die Gründe für das „trockene Auge“ waren lange Zeit unbekannt; bis der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) es sich zum Ziel setzte, den Ursachen auf den Grund zu gehen und in diesem Zuge nach Behandlungsmöglichkeiten zu forschen. Dank dieser, mittlerweile zehnjährigen, Förderung des BVA weiß man heute, dass das „Office Eye Syndrom“, das konzentrierte Arbeiten am Computer, einer der Hauptgründe für das „trockene Auge“ ist. Man blinzelt seltener und der Tränenfilm wird deshalb schlechter auf dem Auge verteilt. Eine der bislang revolutionärsten Behandlungsmöglichkeiten bei schwerwiegenden Fällen in diesem Segment der Augenkorrektur ist, die Augen mit Augentropfen, die aus körpereigenem Blutserum gewonnen werden, zu behandeln.
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