Schlechte Laune beeinflusst Lungenfunktion
Schlechte Gefühlte und Gedanken schaden der Gesundheit, haben Wissenschaftler herausgefunden. Wer ständig mies gelaunt ist, gerät schneller außer Atem. Die Lungenfunktion wird beeinträchtigt. Dass kurzzeitige Stimmungswechsel können einem vorübergehend den Atem rauben, die Auswirkungen langfristiger schlechter Laune und griesgrämigen Verhalten untersuchten Bostoner Forscher an 670 älteren Männern.
Anhand einer Punkteskala wurde der Grad an Feindseligkeit bestimmt, den die Männer täglich von sich gaben. Acht Jahre lang wurde neben der schlechten Laune auch die Funktion der Lunge mehreren Untersuchungen unterzogen.
Eine erste Auswertung der Tests ergab schon zu Beginn, dass Griesgrämige schlechtere Lungenfunktionswerte besaßen als ihre gut gelaunten Kollegen. Diese Ergebnisse wurden im weiteren Verlauf bestätigt. Die Lungenfunktionswerte verringerten sich schneller als die der positiv gelaunten Männer. Jeder Punkt, um den die Feindseligkeit zunahm, zog einen Verlust des Lungenvolumens um circa neun Milliliter pro Jahr mit sich. Dies entspricht ungefähr einem halben Schnapsglas.
Die Forscher vermuten, dass eine negative Haltung das Zusammenwirken Nervenverbindungen, des Stoffwechselhaushaltes und des Immunsystems beeinflusst. Ein weiterer Ansatz ist, dass eine beständige schlechte Grundstimmung auch das Bewusstsein für die eigene Gesundheit beeinträchtigt. Die amerikanischen Ärzte wiesen daraufhin, dass die Änderung der pessimistischen Lebenseinstellung – unabhängig vom Alter – möglich ist.
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