Überlange Zehen
Zu lange Zehen sind keine Erscheinung des 21. Jahrhunderts. Vielmehr sind Fußform und Zehenlänge von jeher bekannt und kulturgeschichtlich beschrieben. Je nach Zehenüberlänge kann der Fuß kategorisiert werden in: den ägyptischen Fuß, bei dem die große Zehe deutlich länger ausfällt als die kleinen Zehen; den römischen Fuß, wonach die ersten drei Zehen die gleiche Überlänge aufweisen und den griechischen Fuß, bei dem der zweite Zeh den großen überragt. Doch was tun wenn überlange Zehen nicht nur ästhetisch als störend empfunden werden, sondern das Knochengebilde durch zu enges und unpassendes Schuhwerk dauerhaft verformt wird?
Bei Zehenüberlänge bietet die ästhetische Chirurgie die Möglichkeit einer operativen Zehenverkürzung. Hierbei entfernt der behandelnde Facharzt ein kleines Knochenstück aus dem Hauptglied des Zehs. Anschließend wird der gekürzte Zeh durch eine kleine Implantatschiene von innen gestützt. Je nach Ausganssituation bzw. Implantatgröße kann die Schiene nach einigen Wochen entfernt werden oder dauerhaft im operierten Zeh verweilen.
Grundvoraussetzung für eine Zehenverkleinerung ist die richtige Diagnosestellung in Form einer Röntgenaufnahme. Denn nur so kann der behandelnde Arzt sicherstellen, dass die eigentliche Ursache für die Zehenüberlänge nicht im Mittelfuß liegt. Denn ist der Mittelfuß der eigentliche Verursacher der überlangen Zehe/n, ist ein anderes Operationsverfahren nötig. Eine Zehenverkürzung dauert in der Regel etwa eine halbe Stunde und erfolgt unter lokaler oder regionaler Betäubung. Nach etwa 14 Tagen können die Fäden wieder gezogen werden. Eine vollumfängliche Nachsorge umfasst das Tragen eines Vorfußentlastungsschuhs für etwa 2 bis 4 Wochen, sowie je nach Heilanzeige Lymphdrainagen und regelmäßige Krankengymnastik.
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