Zahnmedizin in Deutschland auf hohem Niveau
Am dritten März 2015 stellten die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und das Institut der deutschen Zahnärzte (IBZ) ein Update der Euro-Z-Studie (Europäischer Systemvergleich Zahnmedizin) vor. Verglichen wurden verschiedene europäische zahnmedizinische Versorgungssysteme in Bezug auf ihre Leistungen, Unterschiede, Gemeinsamkeiten und allgemeine Entwicklung der Mundgesundheit. Die Ergebnisse können sich für die Bundesrepublik Deutschland durchaus sehen lassen. Die zahnmedizinische Versorgung liegt hier nach wie vor auf einem hohen Niveau.
Laut Studie liegt Deutschland bei den Kosten für zahnmedizinische Behandlungen im europäischen Mittelfeld. Von einem Hochpreisland für Zahnersatz kann erfahrungsgemäß nicht die Rede sein. Als überdurchschnittlich bewertet wurde der im Vergleich geringe Eigenanteil, den Patienten in Deutschland erbringen müssen - in keinem anderen europäischen Land soll ein so großes Leistungsspektrum mit solch angemessenen Selbstbeteiligungen abgedeckt werden. Auch für sozial Schwächere wird die Lage in Deutschland im europäischen Vergleich als sehr positiv eingestuft. Durch die Härtefallregelung kann eine umfassende, zuzahlungsfreie Versorgung gewährleistet werden.
Für die mehr als solide zahnmedizinische Versorgung in Deutschland spricht auch die verbesserte allgemeine Mundgesundheit, welche sich innerhalb der letzten zwanzig Jahre beobachten ließ. Grund hierfür sei zum einen, die gezielte Förderung der Präventionsmaßnahmen in der Zahnmedizin, zum anderen die Abdeckung eines vergleichsweise hohen Anteils der zahnmedizinischen Leistungen im Rahmen der Grundversorgung durch die gesetzlichen Krankenkassen. Dr. Wolfgang Eßer, Vorstandsvorsitzender der KZBV wies darauf hin, dass die Ausgaben der Sozialversicherungssysteme überwiegend unabhängig von der Konjunktur getätigt würden. Sein Fazit aus der Studie fällt positiv aus: „Im europäischen Systemvergleich bietet Deutschland im Bereich der Zahnmedizin Spitzenleistungen und ist im gesundheitsökonomischen Vergleich krisensicher aufgestellt.“
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