Erste Live-Übertragung einer PRP-Behandlung gegen Haarausfall
Gestern Abend begrüßte KÖ-Hair zahlreiche Besucher auf seiner Facebook-Seite zur ersten Live-PRP-Behandlung Deutschlands. Der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Christian Josephs demonstrierte in Echtzeit, wie eine Eigenblut-Therapie bei schütterem Haar funktioniert und erklärte, wie und warum PRP gegen Haarausfall helfen kann. Der Patient, ein 27-jähriger Mann mit lichten Stellen im Scheitel- und Hinterkopfbereich hat bereits zwei PRP-Behandlungen hinter sich und konnte erste Erfolge bezüglich der Haardichte verzeichnen.
PRP steht ganz allgemein für „platelet rich plasma“, plättchenreiches Blutplasma. Diese Blutplättchen (Thrombozyten) haben besondere Eigenschaften: „Sie regen Zellen zur Vermehrung an, sie fördern Stammzellen und die Durchblutung der Haarwurzel, was dem Haarverlust entgegenwirkt. PRP ist kein Wundermittel. Doch die Neigung zu Haarausfall wird gebremst und kann sogar gestoppt werden; und die vorhandenen Haarwurzeln werden stimuliert und gekräftigt. So wird das Haarwachstum insgesamt gepusht, das Haar wirkt dichter und voller.“, führt Ästhetik-Spezialist Josephs aus. Aufgrund seiner Eigenschaften wird PRP auch in anderen Bereichen eingesetzt, beispielsweise zur Wundheilung oder Faltentherapie.
Wie sehen nun die einzelnen Schritte der PRP-behandlung gegen Haarausfall aus? Die Zuschauer sind live dabei, als der Arzt dem Patienten im ersten Schritt Blut abnimmt, welches anschließend in einer speziellen Zentrifuge bearbeitet wird, um das plättchenreiche Blutplasma zu gewinnen. Das zentrifugieren des Bluts dauert etwa 5 Minuten. Bevor die eigentliche Behandlung beginnt wird der zu behandelnde Bereich bzw. die Bereiche mit einem Spray großzügig desinfiziert. Dem Patienten werden nun ca. 5 ml Blutplasma gleichmäßig, über ganz viele kleine in der Haut liegende Injektionen verteilt, in Haaransatz und Hinterkopf eingebracht. Diese Prozedur beschreibt der Patient als nicht schmerzhaft und nur leicht unangenehm.
Die Behandlung ist dann im Prinzip abgeschlossen. Es können minimale Blutungen und leichte Schwellungen auftreten, die nach 1 bis 2 Tagen nicht mehr sichtbar sind. In der Regel ist man sofort wieder gesellschaftsfähig und kann bereits am Abend seine Haare mit einem nicht zu aggressiven Shampoo waschen. Für einen spürbaren haarverdichtenden Effekt empfiehlt Christian Josephs einen ersten Behandlungszyklus von 3 Behandlungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen und danach eine Auffrischung aller 9 bis 12 Monate.
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