Fakten über Krampfadern
Krampfadern sind knotig-erweiterte, blau schimmernde Venen; am häufigsten treten sie an den Beinen auf. In ihrer leichten Form heißen sie Besenreiser und sind meist in geschlängelter oder verästelter Form an der Hautoberfläche sichtbar. Grundsätzlich werden primäre und sekundäre Krampfadern unterschieden. Die primären Varizen machen 70 Prozent aller Krampfadern aus und entstehen ohne bekannte Ursache. Lebensstilbezogene Faktoren wie Bewegungsmangel, Übergewicht, langes Stehen und Sitzen, Rauchen und hormonelle Verhütung bzw. weibliche Geschlechtshormone begünstigen die Entstehung von primären Krampfadern. Sekundäre Krampfadern entstehen durch eine erworbene Abflussbehinderung der tieferen Venen, in der Regel nach einem Blutgerinnsel.
Insbesondere Frauen haben mit unschönen Krampfadern zu kämpfen. Jede fünfte Frau in Deutschland ist davon betroffen. Die weiblichen Geschlechtshormone fördern oftmals die Entstehung von Krampfadern. Auch Schwangerschaften begünstigen die Ausprägung von unerwünschten Besenreisern und Varizen, da sich das Muskel- und Bindegewebe und somit auch das in den Venen mit der Zeit lockert. Zusätzlich erschwert die vergrößerte Gebärmutter den Blutabfluss der Beine. Eine genetische Bindegewebsschwäche kann von beiden Elternteilen vererbt werden. Laut einer aktuellen Studie der Capio Mosel-Eifel-Klinik werden Krampfadern jedoch seltener vererbt als bisher angenommen: Von rund 2.700 untersuchten Patienten wurden lediglich bei 17,2 Prozent genetisch bedingte Krampfadern diagnostiziert.
Je nach Ausprägung der Beschwerden stellen Krampfadern nicht nur ein ästhetisches Problem dar, sondern werden in verschiedene Stadien eingeteilt. In schwerwiegenden Fällen können sie zu Blutgerinnseln, Thrombose, Gewebeschäden und offenen Beingeschwüren führen. Je nach Krampfadertyp können oder sollten Krampfadern operativ entfernen, verödet oder gelasert werden.
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