Kleber gegen Krampfadern
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Kleber gegen Krampfadern

myBody News, 20. August 2015
Kleber gegen Krampfadern

Krampfadern sind nicht nur optische eine lästige Angelegenheit. Sie sind vor allem medizinisch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, da mit dem charakteristischen Hervortreten der knotig-erweiterten Venen auf der Beinhaut auch der Hinweis auf eine Venenschwäche gegeben ist, die ärztlich behandelt werden sollte. Dafür stehen in der modernen Phlebologie (Venenheilkunde) sowohl operative als auch minimal-invasive Methoden mit Laser oder Radiofrequenz zur Verfügung. Ein neuer Weg bei der Behandlung von Krampfadern ist die seit 2011 in Deutschland zugelassene VenaSeal-Klebetechnik.

Mit der innovativen Klebetechnik dauert der gesamte Eingriff nur 20 bis 30 Minuten: Der Arzt punktiert die betreffende Stelle am Bein und führt unter Blick auf den Ultraschallbildschirm einen ultrafeinen Katheter in die erkrankte Vene. Nur die Punktionsstelle wird dabei örtlich betäubt, ansonsten ist keine weitere Narkose erforderlich. Beim Zurückziehen des Katheters wird der Gewebekleber portionsweise in die Krampfadern hineingespritzt, wodurch die Venenwände verkleben und die Krampfader stillgelegt. In der Folgezeit wird die durch den Kleber verschlossene Vene natürlicherweise vom Körper aufgelöst.

Ein großer Vorteil der Methode liegt im erhöhten Patientenkomfort sowohl während als auch nach der Behandlung. Die Klebetechnik zur Krampfader-Verschließung ist sehr schonend, d.h. es wird durch den Kleber kein anderes Gewebe verletzt und unangenehme Begleiterscheinungen, beispielsweise Entzündungen oder das Risiko einer Thrombose oder einer Thrombembolie, wie sie bei den herkömmlichen Operationsverfahren auftreten können, entfallen.

Obendrein ist es möglich, beide Beine in einer Therapiesitzung zu behandeln. Eine spezielle Nachsorge mit Kompressionsstrümpfen ist auch nicht notwendig. Direkt nach dem Eingriff können die Patienten ihrem normalen Alltag wieder nachgehen, können Sport treiben oder Duschen. Nur ein Pflaster an der Punktionsstelle erinnert dann noch an die Behandlung.

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