Krampfadern werden oft zu schnell operiert
Venenleiden ist ein Volksleiden - fast eine halbe Million Neuerkrankungen werden unter den gesetzlich Versicherten in Deutschland jährlich registriert. Und rund 300.000 Krampfader-Operationen gibt es jedes Jahr, so die Fakten des neuen Heil- und Hilfsmittelreport der Krankenkasse Barmer GEK. Diese chirurgischen Eingriffe seien zu viel, urteilt Studienautor Gerd Glaeske und weist daraufhin: „Kompressionsstrümpfe würden besser helfen - vorausgesetzt, die Patienten tragen sie auch.“. Gezielte physiotherapeutische Übungen könnten ebenfalls helfen und den Krankenhausaufenthalt überflüssig machen.
Die von der Venenerkrankung besonders betroffenen Frauen und Senioren profitieren jedoch heute auch vom kontinuierlichen Fortschritt in Medizin und Technik. Moderne Therapien, wie eine Laserbestrahlung oder Verödung (Sklerosierung), kommen ganz ohne Skalpell aus. Sie haben sich vor allem bei weniger stark ausgeprägten Krampfadern bewährt. Ein noch relativ junges, aber vielversprechendes Verfahren ist die sogenannte Closure FAST-Therapie. Spezielle Radiofrequenz-Energie erhitzt die Vene von innen, so dass die Innenwand thermisch zerstört und dadurch verschlossen wird.
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