Medizinische Studien zu Zahnimplantaten erbeten
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Medizinische Studien zu Zahnimplantaten erbeten

myBody News, 20. Oktober 2011

Zahnimplantate sind funktional und ästhetisch eine optimale Lösung, um Zahnlücken zu schließen bzw. verloren gegangene Zähne zu ersetzen. Und diese Qualität hat ihren Preis. Mit bis zu 4.000 Euro müssen Patienten pro Kunstzahn rechnen. Doch die Zahlen sprechen für sich: Implantaten Deutschlands Zahnärzte Ende der 90er Jahre etwa 100.000 künstliche Zahnwurzeln, sollen es heute bis zu einer 1.000.000 Million pro Jahr sein, so die Angaben des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie (VDDI).

 

Doch wie erfolgreich ist eine Behandlung mit Zahnimplantaten bezogen auf die Haltbarkeit? Und wie sieht es mit Komplikationen aus? Der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI), Gerhard Iglhaut, schätzt, dass etwa 98 Prozent der Implantate die kritische Einheilungsphase im ersten halben Jahr überstehen und der Zahnersatz auf der künstlichen Zahnwurzel montiert werden kann. Nach fünf Jahren läge die „Überlebensrate“ bei 95 Prozent, nach 10 Jahren bei mehr als 90 Prozent. Implantatverluste sind in der Regel durch Entzündungen rund um das Implantat verursacht. Zahnmediziner der Universität Tübingen beobachteten über einen Zeitraum von 8 Jahren 1.700 Implantate und stellten eine Verlustrate von 15 Prozent fest.

 

Wie man den Verlust reduzieren kann, könnten medizinische Studien klären. Doch solche gibt es derzeit wenig und Dr. Iglhaut fordert: "Wir benötigen dringend bessere Studien zu Implantaten, mit größeren Fallzahlen, und zwar unabhängige Untersuchungen, die nicht von den Herstellern der Implantate gesponsert werden.". Anhand von Langzeituntersuchungen könnte man beispielsweise feststellen, ob Implantate mit glatter oder rauer Oberfläche langfristig besser halten oder wie eine Entzündung rund um das Implantat am erfolgversprechendsten behandelt werden kann.

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