Modernste Venentherapie
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Modernste Venentherapie

myBody News, 19. Juli 2016
Modernste Venentherapie

Noch immer wird die klassische Methode zur operativen Therapie von Krampfadern, das Stripping, in Deutschland am häufigsten angewandt. Dennoch können sich zunehmend auch minimal-invasive Therapieverfahren behaupten. Die Radiofrequenztherapie (Closure-FAST-Therapie) ist eine davon. Bereits seit den 1980er Jahren wird die Methode, bei der mit hochfrequenter elektrischer Energie gearbeitet wird, getestet. Herausgebildet und etabliert hat sich die Radiofrequenztherapie, mit deutschlandweit rund 20.000 durchgeführten Behandlungen pro Jahr.

Zur Behandlung: Der behandelnde Facharzt führt nach exakter Ultraschallvermessung eine flexible Sonde über eine kleine Öffnung am Unterschenkel in die „erkrankte“ Vene ein. Die Behandlung erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung; bei ausgedehntem Befund auch in Vollnarkose. Anschließend wird der Katheter unter stetiger Ultraschallkontrolle vom Unterschenkel bis zur Leiste geschoben. Hat der Katheter die richtige Position erreicht wird seine Spitze mit hochfrequentem Strom, d.h. Radiowellen, auf 120 Grad erhitzt. Durch langsames, kontinuierliches Zurückziehen wird das Gewebe stark erwärmt und so eine thermische „Schädigung“ des Gefäßes bewirkt. Die Zellflüssigkeit verdampft, die Vene verschließt sich und kann anschließend vom Körper abgebaut werden.

Nach dem Eingriff wird das behandelte Bein mit Pflastern versorgt und ein Druckverband angelegt. Die Risiken sind im Vergleich zum Stripping in aller Regel geringer, da das Gewebe, welches das „erkrankte“ Gefäß umgibt nicht verletzt wird. Nerven, Lymphbahnen und benachbarte Venen werden so geschont. Das Auftreten von Blutergüssen ist im Vergleich zum Stripping gering.

Aufgrund der guten klinischen Ergebnisse werden die Kosten für eine Radiofrequenztherapie erfahrungsgemäß von privaten Krankenversicherungen getragen. Auch vereinzelte gesetzliche Krankenkassen übernehmen teilweise die Kosten für die minimal-invasive Operation, nachdem die Vorteile der thermischen Behandlung im Einzelfall nicht abzustreiten sind.

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