Ohren anlegen ohne Skalpell
Abstehende Ohren mögen bei Kindern noch niedlich sein. Im Alter jedoch empfinden sie viele als optische Entstellung. Mithilfe einer ästhetischen Ohranlegeplastik kann dieses Problem leicht behoben werden. Moderne Techniken machen es sogar möglich ohne Skalpell zu behandeln.
Bei der klassischen Ohrenkorrektur wird die Rückseite der Ohrmuschel mit einem Schnitt geöffnet und der Ohrknorpel bearbeitet bzw. z.B. durch innere Nähte umgeformt. Pro Ohr dauert der Eingriff etwa eine halbe Stunde bis 40 Minuten. Bei dieser Vorgehensweise bleibt eine rückseitig liegende Narbe zurück, die bei guter Heilung jedoch normalerweise irgendwann nur noch als zarter Strich wahrgenommen wird.
Eine minimal-invasive Ohrenkorrektur, bei der weder eine Knorpelbearbeitung noch eine Hautentfernung erfolgt, ist beispielsweise die Fadenmethode. Schonend und ganz ohne Hautschnitte können mit dieser Methode die Ohren angelegt werden. Es ist lediglich eine winzige Einstichstelle an der Ohrmuschelrückseite notwendig, über die sogenannte Goretex-Fäden - hochverträgliches, gewebefreundliches Fadenmaterial – vernäht werden können. Dabei wird der Knorpel am Kopf fixiert. Da solche Eingriffe für gewöhnlich unter lokaler Betäubung stattfinden können die Patienten sogar selbst mitentscheiden, wie weit das Ohr angelegt werden soll.
Eine weitere Alternative zur operativen Otopexie ist das „earFold“-Verfahren. Es gilt als sehr schonend und wird sogar bei Kindern ab 7 Jahren angewandt. Die Behandlung dauert maximal eine halbe Stunde, sie wird ambulant und in der Regel ohne Vollnarkose durchgeführt. Zur Korrektur von abstehenden Ohren wird bei earFold ein Clip über einen winzigen Einschnitt im Ohr positioniert bzw. im Ohrknorpel fixiert, der die fehlende Faltung des abstehenden Ohres erwirkt und so der Abstand zwischen äußerem Ohrrand und Kopf entsprechend verringert wird. Vor dem Eingriff kann das Platzieren am äußeren Ohr „geprobt“ werden, so dass der ideale Optimierungsgrad bestimmt werden kann und das Ergebnis bereits vor der Ohrenkorrektur simulierbar ist.
Die modernen Ohranlege-Methoden sind den traditionellen Schnitt-Methoden aus Expertensicht aus vielerlei Hinsicht vorzuziehen. Wird geschnitten, Haut entfernt und der Knorpel bearbeitet besteht per se ein höheres Risiko für Infektionen, Schwellungen, Blutergüsse, Wundheilungsstörungen und Narbenwucherungen. Oft haben die Patienten länger andauernde Schmerzen nach der Ohren-OP und müssen einen engen Kopfverband tragen. Aus ästhetischer Sicht kommt es öfter zu einen unbefriedigendem Ergebnis mit Knorpelkanten und -vertiefungen, das durch einen erneuten Eingriff korrigiert werden muss.
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