Prothese, Brücke oder Implantat?
Muss ein Zahn gezogen werden oder fällt er aus so, sollte dieser ersetzt werden, da sich beim Essen und Kauen erfahrungsgemäß Speisereste im Hohlraum und somit zwischen den Zähnen festsetzen. Gesunde angrenzende Zähne können aufgrund des fehlenden Halts nach vorne kippen bzw. wandern. Um eine Zahnwanderung vorzubeugen, sollte spätestens nach etwa sechs Monaten für Zahnersatz gesorgt werden.
Die einfachste Lösung besteht darin, den eigenen Zahn wieder in sein Zahnfach zu reimplantieren. Dies ist jedoch nur dann möglich, sofern sich an der Zahnwurzel noch gesunde Zellen befinden bzw. genug Wurzelhaut vorhanden ist. Denn nur so kann der ausgefallene Zahn wieder in sein Fach im Kieferknochen einwachsen. Reimplantierte Zähne mit genügend intakter Wurzelhaut halten in der Regel ein Leben lang. Fällt ein Zahn jedoch aufgrund einer Zahn- oder Zahnbetterkrankung aus, erweist sich eine Reimplantation erfahrungsgemäß als unmöglich. Bleiben somit die konventionellen Behandlungswege, um Hohlräume im Gebiss zu schließen: Brücken, Prothesen, Implantate und der kombinierte implantatgestützte Zahnersatz.
Welche Versorgung bzw. welcher Therapieansatz für den Patienten in Frage kommt ist in der Regel oftmals abhängig vom Preis. Da die Kosten für Brücken und Prothesen den Festzuschuss der Krankenkassen noch am geringsten übersteigen, erweisen sich beide Behandlungswege erfahrungsgemäß als die meistgewählte Versorgungsart. Das große Plus von Implantaten jedoch ist ihre Zweckmäßigkeit. Sie fügen sich harmonisch zwischen die eigenen Zähne ein, da die angrenzenden Zähne – ganz im Gegensatz zu Brücken – nicht passgerecht geschliffen werden müssen. Allerdings sollte bei Implantaten mit Kosten ab 2000 Euro pro Einzelimplantat gerechnet werden.
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