Psychologische Beratung vor Intim OP
Schönheitsoperationen im Genitalbereich liegen im Trend – und die Nachfrage von Frauen nach ästhetischen Schamlippenkorrekturen und vaginalen Verjüngungsoperationen wächst stetig. Diese Entwicklung findet die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) besorgniserregend, „denn Risikoeinschätzungen und Komplikationsraten dieser OPs fehlen oder werden verharmlost“, so DGGG-Präsident Kreienberg. Desweiteren mangelt es an wissenschaftlichen Daten, um die Langzeitfolgen intimchirurgischer Eingriffe zu dokumentieren und psychische oder funktionelle Verbesserungen nachzuweisen.
Da nicht immer nur ästhetische Motive bei der Genitalchirurgie im Mittelpunkt stehen, sondern die Frauen sich häufig, zum Beispiel durch Vaginalstraffungen ein besseres Sexleben erhoffen, sei ein Aufklärungsgespräch besonders wichtig, rät die DGGG. Nur so können die Erwartungen der Frau mit den Möglichkeiten der gewünschten Intim-Verschönerung abgeglichen werden. Aus Schutz vor überflüssigen Schnitten am weiblichen Genital, sollte daher jeder Intim-OP eine psychosexuelle Beratung vorausgehen, fordert auch der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF).
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