Schön ist gleich gesund?
Eine formschöne Nase sieht nicht nur optisch ansprechend aus – sie erleichtert auch das Atmen. Davon sind die Ärzte der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO) an der Uniklinik Ulm überzeugt. Basierend auf dieser Meinung haben die Ulmer Experten nun gemeinsam mit Kollegen des Fachs eine Leitlinie erarbeitet, die zukünftig sowohl Ärzten als auch Krankenkassen eine bessere Orientierung geben soll, ab wann eine Nasenkorrektur aus medizinischer Sicht sinnvoll ist.
Die Kernbotschaft der neu entwickelten Leitlinie ist, dass die Ästhetik der Nase auch deren Funktion bestimmt. Egal ob jemand eine schiefe Nase oder eine Höckernase hat – die Mediziner gehen davon aus, dass jeder noch so kleine „Formfehler“ gesundheitlich schwerwiegende Folgen haben und dementsprechend für eine Nasenoperation sprechen kann. Der Gewinn für den Patienten wäre, kann sich die Leitlinie als allgemeingültiges Kriterium durchsetzen, gleich doppelt: Die Nasenkorrektur sorgt nicht nur für eine verbesserte Atmung, sondern auch für ein ansprechendes Äußeres – und die Kosten muss, da die Nasenkorrektur medizinisch relevant ist, die Krankenkasse zahlen. Inwieweit jedoch die Krankenkassen die neue Leitlinie in ihren Bewertungskatalog zum Thema Nasenkorrektur bzw. Nasenoperation aufnehmen werden, ist bislang unklar.
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