Sinn und Unsinn von Schönheits-OPs
Falten, schlaffe Haut und Haarausfall – diese Alterszeichen kennt wohl jeder, denn körperliche Veränderungen gehören zum Älterwerden dazu. Häufig weckt dies aber bei den Betroffenen den Wunsch, der Natur ein wenig nachzuhelfen und dem Zahn der Zeit zu trotzen. Doch nicht immer ist der Gang zu Plastischen Chirurgen, um den Traum von ewiger Jugend und Schönheit aufrecht zu erhalten, der Richtige. Insbesondere wenn man Opfer seiner Eitelkeit wird und das gesunde Maß an Veränderung überschreitet, wenn Operateure nicht qualifiziert sind oder der Eingriff aus den falschen Beweggründen heraus durchgeführt wird. Doch wann ist die chirurgische Nachhilfe eigentlich angebracht und wann nicht?
Grundsätzlich sollte es jedem selbst überlassen sein, eine Entscheidung wie die zu einer Schönheits-OP zu treffen. Für jeden Menschen hat die eigene Attraktivität einen anderen Stellenwert und äußerliche „Makel“ werden unterschiedlich bewertet. So trägt der eine seine Falten und Krähenfüße mit Stolz während einen anderen sein Spiegelbild zunehmend unglücklicher macht. Das hat nicht zwingend etwas mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun. Für jemanden, der das Bedürfnis nach Veränderung hat und die Zeichen der Zeit ein wenig abmildern will, sollte ein chirurgischer Eingriff völlig legitim sein. Wichtig für den Arzt ist es, die Motivation, die hinter dem Wunsch des Patienten steckt, kritisch zu hinterfragen. Zweifel sollten auf jeden Fall dann aufkommen, wenn ein schwaches Selbstwertgefühl vorliegt und der Patient die Unzufriedenheit mit seinem eigenen Leben durch das Skalpell zu beseitigen versucht oder konkrete Erwartungen mit dem Eingriff verbindet, beispielsweise erst dadurch den passenden Lebenspartner zu finden. Dafür sind Schönheitsoperationen nicht gedacht.
Sinnvoll eingesetzt können ästhetisch-plastische Behandlungen die Persönlichkeit des Einzelnen wirkungsvoll unterstreichen. Niemand muss heute operiert und stereotyp aussehen. Die moderne Schönheitschirurgie weiß die verschiedenen bewährten ebenso wie die innovativen Methoden geschickt und diskret einzusetzen, so dass ein natürlicher Eindruck entsteht. Nicht selten geraten Patienten in Versuchung noch hier und da etwas zu schneidern, um noch jünger wirken – sehen jedoch nach dem Eingriff weder jünger noch attraktiver aus. Hier kann man auch nur an die Ärzte mit ihrem in ästhetischen Dingen geschultem Auge appellieren ihre Patienten entsprechend zu beraten und ihnen die Grenzen Ästhetischer Medizin aufzuzeigen.
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