Volles Haar ist kein Hexenwerk
Ob bei Prominenten oder im Bekanntenkreis - immer wieder lässt sich beobachten, dass dort wo einst eine Glatze war, wieder neue Haare sprießen. Während es vor einigen Jahren noch ziemlich schwer war, Haarausfall dauerhaft beizukommen, muss das Selbstwertgefühl heute nicht mehr unter einem lichten Haupt leiden. Wer nach Mitteln gegen Haarausfall sucht ist allerdings oft mit einer Vielzahl teilweise abstruser Heilmittel konfrontiert. Dabei ist volles Haar kein Hexenwerk. Die ästhetische Medizin bietet mit der Haartransplantation eine medizinisch und wissenschaftlich fundierte Methode, welche kahlen Köpfen effektive Hilfe bietet.
Die häufigste Form des Haarausfalls ist die sogenannte androgenetische Alopezie. Dabei verkümmern die Haarfollikel im vorderen Kopfbereich aufgrund einer erblich bedingten Überempfindlichkeit gegen ein aus Testosteron umgewandeltes Steroidhormon. Die Haarfollikel im hinteren Kopf- und Nackenbereich hingegen sind davon nicht betroffen. Diese Unempfindlichkeit macht man sich bei der Haartransplantation zunutze, indem am hinteren Kopf Spenderfollikel entnommen und an die lichten Stellen transplantiert werden. Die moderne Haarchirurgie unterscheidet zwischen zwei etablierten Methoden – der Follicular Unit Transplantation (FUT-Methode) und der Follicular Unit Extraction (FUE-Methode). Bei der FUT-Methode wird unter lokaler Betäubung ein Hautstreifen samt Haarfollikeln am Hinterkopf entnommen. Unter dem Mikroskop werden anschließend die Haarfollikel extrahiert und zu sogenannten Grafts (kleinste Einheiten von bis zu fünf Haarfollikeln) präpariert. Diese werden dann an den kahlen Stellen des Kopfes in zuvor eingestanzte Löcher eingebracht. Im Gegensatz zur FUT-Methode werden bei der FUE-Methode keine Hautstreifen sondern gleich die einzelnen Follikel unter lokaler Betäubung mit einer Hohlnadel entnommen. Im Anschluss daran werden die Follikel unter dem Mikroskop auf ihre Beschaffenheit untersucht und transplantiert. Diese Methode hinterlässt im Vergleich zur FUT keine Narben, benötigt aber mehr Zeit und verursacht dementsprechend höhere Kosten.
Bei einer vom Experten durchgeführten Haartransplantation sprießen normalerweise nach etwa drei bis sechs Monaten wieder gesunde Haare aus den Follikeln. Diese Haare bleiben in der Regel bis zum Lebensende erhalten - ganz ohne Hexerei.
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