Die Behandlung mit Ultraschall ist in der ästhetisch-plastischen Chirurgie derzeit in aller Munde. Neben dem Fettabbau profitiert insbesondere die Cellulite-Behandlung von dem innovativen, non-invasiven Verfahren. Doch wie genau funktioniert die Behandlung mit Ultraschall? Und wie entsteht Cellulite eigentlich? Die myBody-Redaktion gibt Antworten.
Wie entsteht Cellulite?
"Cellulite wird durch die Kollagenbänder, die die Muskulatur mit der Haut verbinden, verursacht", erklärt Dr. Alan Gold, Präsident der American Society for Aesthetic Plastic Surgery (ASAPS). „Wenn diese Bänder angespannt sind und das zwischen Muskeln und Haut eingelagerte Fett sich zwischen ihnen heraus wölbt, entstehen über jedem dieser Bänder Dellen." Mit der Zeit können die Wölbungen so stark werden, dass sie die Blutversorgung in diesen Bereichen behindern – das Fett sitzt quasi in der Falle.
Studien besagen, dass mit fortschreitendem Alter bis zu 90 Prozenten aller Frauen Cellulite in unterschiedlichem Ausmaß bekommen. Auch wenn die richtige Ernährung oder intensiver Sport präventiv wirken können, ab einem gewissen Cellulite-Grad reichen diese Maßnahmen allein nicht mehr aus.
myBody INFO: Neben dem korrekten Begriff Cellulite oder dem umgangssprachlichen „Orangenhaut“ werben manche Produkte und Ärzte mit den Namen Zellulitis. Der Begriff Zellulitis ist jedoch irreführend: Hiermit wird eine entzündliche Krankheit des Bindegewebes bezeichnet, während die herkömmliche Cellulite hauptsächlich ein ästhetisches Problem darstellt.
Wie genau funktioniert die Behandlung Cellulitereduktion mit Ultraschall?
In der Medizin werden Schallwellen mit großem Erfolg bereits seit 1980 zur Behandlung von Nierensteinen und seit 1990 zur Behandlung von Sehnen- und Muskelerkrankungen eingesetzt. Obgleich damit auch die Grundlagen für die Beseitigung von Fettzellen mit der Ultraschall-Fettabbau Methode bekannt waren, setzte erst die intensiv erprobte Ultraschall-Unterdruck-Technologie dieses Wissen in ein zertifiziertes und medizinisch zugelassenes Verfahren um.
Für die Cellulite-Reduktion mit Ultraschall bedeutet das konkret: die Wölbungen in der Haut können dank des non-invasiven Verfahrens gezielt angegriffen und abgebaut werden, die Dellen gehen deutlich zurück und die durch das festgesetzte Fett behinderte Blutversorgung wird verbessert.
Dabei muss grundsätzlich zwischen zwei Anwendungen unterschieden werden: Thermische Ultraschallsysteme bringen die Fettzellen durch Hitze zum schmelzen. Die Alternative zum „Schmelzen“ ist die „Sprengung“ der Zellen. Dieses zweite Ultraschall-Verfahren nennt man Kavitation. Beide sind wirkungsvolle Methoden, die speziell bei der Cellulite-Behandlung großen Erfolg erzielen. Sowohl den thermischen Ultraschallsystemen als auch der Kavitation ist gleich, dass das losgelöste Fett über das körpereigene Lymphsystem „entsorgt“ wird. Der Lymphabfluss kann an dieser Stelle der Behandlung zusätzlich durch eine Lymphdrainage unterstützt werden.