Kurzprofil Dr. Marc Armbruster

Dr. med. Marc Armbruster ist als Facharzt für Urologie. Dr. Armbruster ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. sowie der American Society of Reproductive Medicine und einer der wenigen Spezialisten in Deutschland für Sterilisation, insbesondere Non-Skalpell-Vasektomie, und Refertilisierung beim Mann.

Expertengespräch zur No-Scalpel-Vasectomy

 

myBody: Herr Dr. Armbruster, die Sterilisation beim Mann, aus dem angloamerikanischen auch Vasektomie genannt, erfreut sich zunehmender „Beliebtheit“. Wie erklären Sie sich diese Tatsache?

 

Dr. Armbruster: Es ist in der Tat so, dass sich immer mehr Männer für eine Sterilisation entscheiden. Laut Statistik liegt die Zahl der in Deutschland jährlich durchgeführten Eingriffe bei über 50.000.

 

Durch die multiplen Datenquellen im Internet informieren sich viele Männer schon vorab über den Eingriff. Sie erkennen somit schon vor dem ersten Arztkontakt, dass die Vasectomy ein unkomplizierter, schneller und schmerzloser Eingriff ist. Der Gang zum Urologen fällt vielen dadurch natürlich leichter.

 

myBody: Ein weiterer Grund dürfte wohl auch die neue und sehr unkomplizierte Art der Sterilisierung sein, die sogenannte "No Scalpel Vasectomy".

 

Dr. Armbruster: Ja unbedingt. Die Non-Skalpell Vasektomie ist eine minimal invasive Technik zur Durchtrennung der Samenleiter. Nachdem sie in den USA und China schon weitläufig verbreitet ist, üben diese Art der Sterilisierung in Deutschland allerdings bisher nur wenige Urologen aus. Das Besondere an der No Scalpel Technik ist, dass - wie der Name schon sagt - kein Skalpell benötigt wird.

Die Haut wird lediglich mit einer spitzen Klemme punktiert und dann auf eine Länge von ca. 1cm ausein-andergespreizt. Durch diesen Vor-gang sinkt die Komplikationsrate: Es kommt kaum noch zu Blutungen oder Wundheilungsstörungen. Der Eingriff verkürzt sich und die Fädenentfernung entfällt komplett, da keine Hautnaht erforderlich ist.

myBody: Gibt es spezielle Voraussetzungen, die ein Patient erfüllen muß, um diese moderne Technik zu erhalten, oder ist jeder Mann für diese No Scalpel Vasectomy geeignet?

 

Dr. Armbruster: Im Grunde ist jeder Patient für diese Technik geeignet. In seltenen Ausnahmefällen, insbesonders bei Patienten mit einer dicken, festen Hodensackhaut, kann das Aufsuchen und Freilegen des Samenleiters durch die kleine Hautöffnung etwas erschwert sein. Dadurch verlängert sich die Operationsdauer um ein paar Minuten, die Technik selber bleibt aber die gleiche.

 

myBody: Wie ist der typische „Werdegang“ eines Patienten, der sich sterilisieren lassen will.

Dr. Armbruster: Zunächst erfolgt ein unverbindliches Gespräch mit dem behandelnden Urologen. Hier kann der Patient all seine Fragen loswerden. Ist der Entschluss zur Operation gefallen, erfolgt das Aufklärungsgespräch, in dem der Arzt über mögliche Risiken und Nebenwirkungen informiert und den OP-Termin vereinbart.

myBody: Müssen die Männer spezielle Vorbereitungen für die Operation treffen?

 

Dr. Armbruster: Nur in geringem Maße. Es wird generell empfohlen, die Schambehaarung am Vortag mittels Rasur zu entfernen. Und auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente, z.B. Aspirin, sollte bereits fünf Tage vor der Operation verzichtet werden.

 

myBody: Bekommen die Männer eine Krankschreibung?

 

Dr. Armbruster: Die Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für die Vasektomie ist leider unzulässig. Gerade bei der No Scalpel Technik können die Männer allerdings schon am Folgetag wieder arbeiten gehen.

 

myBody: Herr Dr. Armbruster, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Weiterführende Informationen

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