Dr. Marc Armbruster, Urologe und Spezialist für No scalpel vasectomy nahm im Februar 2007 an einem Kongress der indischen Gesellschaft für No scalpel vasectomy teil. Führende Wissenschafter und Ärzte diskutierten über interkulturelle Unterschiede der Vasektomie sowie die Notwendigkeit, in Indien Qualitätsstandards für die verschiedenen Methoden der Sterilisation einzuführen. 150 indische Experten sowie No-scalpel vasectomists und Wissenschaftler aus Kanada (Dr. med. Ronald Weiss, Dr. med. Michel Labrecque, Dr. med. Doug Stein) und den USA Dr. David Sokal trafen sich im zum Meinungsaustausch.

No Scalpel Vasectomy Kongress

Interview mit Dr. Marc Armbruster

myBody: Herr Dr. Armbruster, Sie waren der einzige Vertreter aus Europa in Indien. Wie erklären Sie sich diese Tatsache?

 

Dr. Armbruster: Ein Grund dafür ist sicherlich, dass es in Europa nur wenige Spezialisten auf dem Gebiet der No scalpel vasectomy gibt. Ich habe mir für diese Reise Zeit genommen, weil ich nicht nur das Land sehr interessant finde, sondern auch mit den führenden Kollegen aus anderen Ländern über die Entwicklung der no scalpel vasectomy diskutieren wollte.

 

myBody: Was war das Ziel dieses Treffens?

Dr. Armbruster: Das Hauptziel des Kongresses war, festzulegen, wie die No-scalpel-vasecomy in Indien weiter verbreitet werden kann. Aufgrund der Bevölkerungsexplosion wird die Sterilisation von der indischen Regierung aktiv unterstützt. Die Männer bekommen Sachgeschenke oder erhalten eine finanzielle Aufwandsentschädigung, wenn sie sich sterilisieren lassen. Da eine Sterilisation in Indien nicht immer von einem Facharzt durchgeführt wird, war außerdem ein Tagesordnungspunkt zu klären, in wie weit allgemeingültige Qualitätsstandards in Indien eingeführt werden können.

myBody: In wie fern unterscheidet sich denn die Sterilisation in Indien von Deutschland, Europa oder gar Nordamerika?

Dr. Armbruster: Die Technik des Eingriffes ist identisch mit der in Europa oder Nordamerika. Ein großer Unterschied ist allerdings der Ablauf der OP. In Indien gibt es immer wieder so genannte „Vasectomy-Camps“. Dort werden dann bis zu 700 Männer an einem Tag sterilisiert. Man kann sich das als Europäer kaum vorstellen, aber da stellen sich die Männer in eine meterlange Warteschlange, um sich letztendlich nach einem sehr kurzen Informationsgespräch sterilisieren zu lassen. Das Ganze wird, wie schon erwähnt, von der Regierung gesponsert.

 

myBody: Wie erfahren die Männer, wann und wo solche Camps stattfinden?

Dr. Armbruster: Sie finden in den Großstädten an mehreren Ecken Plakate, auf denen für die Sterilisation des Mannes geworben wird. Auf den Plakaten werden auch Termine für diese Camps bekannt gegeben. Auch in den USA sind solche Plakate weit verbreitet. Mein Kollege Doug Stein hat an mehreren Highways in Florida riesige Werbetafeln, auf denen er für die No scalpel vasectomy wirbt. Dies ist leider in Deutschland verboten. Ich bin mir sicher, dass durch solche Maßnahmen sich auch in Deutschland die Sterilisationsraten beim Mann deutlich steigern ließen.

myBody: Was wird sich nach dem Kongress in Indien verändern?

Dr. Armbruster: In Indien wird zunehmend die no scalpel vasectomy gewählt. Das liegt daran, dass der minimal invasive Eingriff eine deutlich niedrigere Infektionsrate hat, als der konventionelle Eingriff. Vor allem in einem Land wie Indien, in dem nicht jeder Bürger Zugang zu sanitären Einrichtungen und sauberem Wasser hat, ist das ein Fortschritt. Inzwischen finden regelmäßig Trainingscamps statt, in denen zertifizierte Spezialisten die Mediziner in Indien in der Methode der no scalpel vasecomy schulen. Der Organisator des Kongresses in Amritsar, Dr. R. Kaza, hat dies initiiert. Ebenfalls informiert Dr. Kaza mit Vorträgen im ganzen Land die Menschen über die Vorteile der no scalpel vasectomy.

myBody: Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Weiterführende Informationen

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