Bakterien am Implantat - Strom desinfiziert
Mit Bakterien infizierte Zahnimplantate sind ein Gesundheitsrisiko: Sie können den Kieferknochen angreifen und im schlimmsten Fall sogar zu Knochenschwund führen. Das hat neben einem unschönen Einsinken der Ober- und Unterlippe auch eine Lockerung der Implantate und vorhandener Zähne zur Folge. Eine Stärkung des Knochengewebes, der sogenannte Knochenaufbau, ist dann meist unumgänglich.
Soweit muss es heute aber gar nicht mehr kommen. Züricher Forscher haben eine Methode entdeckt, wie Infektionen am Zahnimplantat beseitigt werden können. Mittels sehr kleiner Mengen Strom werden die Bakterien einfach abgetötet. Der Patient spürt davon kaum etwas, allerhöchstens ein leichtes Muskelzucken.
Das zu behandelnde Implantat wir zuerst in ein Gelatinepräparat platziert und dann 15 Minuten lang Stromstärken bis zu zehn Milliampere ausgesetzt. Dadurch sinkt der ph-Wert stark, es entsteht ein saures Milieu - rund 99 Prozent der Bakterien können so abgetötet werden.
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