Die Botox-Vorurteile
Weltweit belegen Botox-Injektionen Platz eins unter den Beauty-Behandlungen. Trotzdem hören ästhetische Mediziner immer noch häufig: „Alles nur kein Botox“. Die gesellschaftlichen Vorurteile zu Botox sind teils nach wie vor immens. Horrorvorstellungen von eingefrorenen Gesichtern führen nicht selten dazu, dass sich viele komplett von dem Wirkstoff abwenden. Dabei kann Botulinumtoxin einiges. Was ist also genau dran an den hartnäckigen Vorurteilen über das Nervengift?
Die wohl am weitesten verbreitete Angst in Bezug auf Botulinumtoxin ist, dass es zu starren, eingefrorenen Gesichtszügen führt, welche frei von jeglicher Mimik sind. In den Medien wird dieses Vorurteil immer wieder mit Bildern von „Botox-Pannen“ befeuert. Was viele nicht wissen, für solche Pannen sind oft mehrere Faktoren bzw. Behandlungen verantwortlich. Beispielsweise vorangegangene Operationen oder willkürlich durchgeführte Faltenbehandlungen beispielsweise mit Fillern und Botox, die nicht ganzheitlich geplant wurden und so kein natürliches Ergebnis erzielt werden konnte. Bei reinen Botulinumtoxin-Behandlungen führen oft hochdosierte, nicht professionell gesetzte Injektionen zu einer erstarrten Mimik. Prinzipiell kann ein erfahrener Arzt, der über entsprechende anatomische Kenntnisse verfügt, den Wirkstoff präzise dosieren, so dass Falten sanft geglättet oder abgeschwächt werden.
Ein weiteres Vorurteil steht in engem Zusammenhang mit der Bezeichnung „Nervengift“, was Botox naturmäßig tatsächlich ist. Es herrscht daher die Befürchtung, dass Botox per se gefährlich sei. Hier gilt allerdings, wie bei so vielem, dass das Maß entscheidend ist. Hoch dosiert handelt es sich um ein Gift, in geringen Mengen um ein Therapeutikum. Bei der Behandlung von Falten sind die verwendeten Mengen so gering, dass definitiv keine Vergiftung ausgelöst werden kann.
Überdies bestehen oft Unsicherheiten über die Langzeitwirkung von Botulinumtoxin. Dazu genügt es, sich vor Augen zu führen, dass in der Neurologie schon seit über 20 Jahren Botox verwendet wird, in der ästhetischen Medizin immerhin seit 15 Jahren. Konsens in der Forschung ist, dass weder Langzeiteffekte noch Langzeitnebenwirkungen existieren, weil sich Botox prinzipiell abbaut bzw. seine Wirkung nachlässt.
Ein weiteres Schreckgespenst, das gerne an die Wand gemalt wird, ist das Vorurteil, die Falten kämen stärker zurück, sobald man mit dem Spritzen aufhören würde. In der Praxis hat sich gezeigt, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Die Falten kommen meist nie mehr so stark zurück, da man nach der Behandlung die Gesichtsmuskeln automatisch weniger anspannt. Dadurch können dann auch die Abstände zwischen den Sitzungen vergrößert werden.
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