Eingriff in die Intimzone
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Eingriff in die Intimzone

myBody News, 27. Januar 2014

Das einst so verschwiegene Thema um den weiblichen Intimbereich ist „gesellschaftlich“ geworden. Den Grund dafür sehen viele im Trend zur Ganzkörperenthaarung, dem erfahrungsgemäß immer mehr Frauen folgen. Dieser Trend enthüllt im selben Zuge einen Körperbereich, der lange Zeit nicht als ästhetische Problemzone wahrgenommen wurde. Dass die Intimchirurgie an sich immer mehr in den eigenen Fokus rückt und damit auch Auswirkungen auf die breite Masse hat, zeigt neben dem erhöhten Medienvorkommen auch die Gründung eigener Fachgesellschaften, wie die Deutsche Gesellschaft für Intimchirurgie und Genital­ästhetik e.V.(DGintim) oder die Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive Intimchirurgie (GAERID).

Eine gesundheitliche „Problemrolle“ jedoch spielt die Intimzone nicht erst seit der gesteigerten Medienpräsenz. Bei entsprechender Veranlagung, nach einer Schwangerschaft oder mit dem zunehmenden Alter können die inneren Schamlippen erschlaffen und sich dauerhaft verändern: sie werden größer, schauen unter den großen Schamlippen hervor und zeichnen sich deutlich sichtbar unter der Kleidung ab. Gesundheitliche Bedenken entstehen dann, wenn es zu Beschwerden kommt, die mit den inneren Schamlippen einhergehen. Dazu zählen in der Regel mechanische Irritationen, die bereits durch alltägliche Bewegungen wie das Laufen oder Fahrradfahren hervorgerufen werden. Nicht selten können derartige Irritationen zu Entzündungen, Schwellungen oder auch permanenten Schmerzen führen.

Dauerhafte Abhilfe schaffen kann die Labienreduktionsplastik. Dazu entfernt der behandelnde Facharzt das überstehende Schamlippengewebe. Die Wundheilung im Intimbereich verläuft in der Regel unkompliziert und erfahrungsgemäß schnell. Der Eingriff wird unter Teilnarkose bzw. Dämmerschlaf durchgeführt. Für einen Zeitraum von etwa sechs Wochen sollten sportliche Aktivitäten und körperliche Anstrengungen gemieden werden. Zu den möglichen Komplikationen zählen die Narbenbildung und anhaltende Sensibilitässtörungen. Die Kosten für den Eingriff beginnen erfahrungsgemäß bei etwa 1.200 Euro.

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