KAMRA Inlay bei Alterssichtigkeit
Mit fortschreitendem Alter wird das Sehen in die Nähe immer mühsamer. Die Alterssichtigkeit (Presbyopie) ist ein normales Phänomen, von dem früher oder später jeder betroffen ist. Bereits im Alter zwischen 40 und 50 Jahren kann die Sehschärfe in die Nähe durch eine altersbedingte Verhärtung der Linse nachlassen. Eine innovative Methode zur Korrektur der Alterssichtigkeit stellt die Implantation eines KAMRA Inlays dar.
Bei dem KAMRA Inlay handelt es sich um ein hauchdünnes, ringförmiges Implantat aus augenverträglichem Kunststoff. Das schwarz gefärbte Implantat besitzt eine zentrale Öffnung, welche wie eine Lochblende einer Fotokamera funktioniert. Die Pupille wird so künstlich verkleinert und die Tiefenschärfe des Auges erhöht. Auf diese Weise können mehr als zwei Dioptrien ausgeglichen und das Sehen in die Ferne sowie in die Nähe gewährleistet werden.
Bei der KAMRA Implantation werden die Augen lokal durch Augentropfen mit schmerzlindernder Wirkung betäubt. Anschließend wird mithilfe eines Femtosekundenlasers eine Hornhauttasche präpariert, in die das KAMARA Inlay eingesetzt und direkt über der Linse positioniert wird. Die Tasche schließt sich von allein und fixiert so das Implantat. Direkt nach der Behandlung erscheint die Umgebung noch leicht verschwommen. Das Sehen in die Ferne ist bereits nach wenigen Stunden „sichtlich“ besser. Die Zunahme der Sehkraft in die Nähe jedoch ist sehr individuell und liegt erfahrungsgemäß zwischen einem Tag bis zu einigen Wochen. Nicht immer kann die Lesebrille vollständig ersetzt werden, dennoch wird das Sehvermögen auf mittlere Entfernungen durch das Implantat in der Regel deutlich verbessert.
Die Nebenwirkungen eines KAMRA Inlays sind erfahrungsgemäß gering. Tausende kleinster Öffnungen in der Linse garantieren den Austausch von Nährstoffen zwischen den einzelnen Hornhautschichten. Die Behandlung mit Augentropfen sorgt für einen effektiven Heilungsprozess. Prinzipiell gilt, dass es sich bei der Implantation eines KAMRA Inlays um ein reversibles Verfahren handelt. Sollten Irritationen auftreten oder die Ergebnisse die Erwartungen nicht erfüllen, kann das Implantat wieder entnommen werden. Patienten mit chronisch fortschreitenden Hornhaut- oder Netzhauterkrankungen sollten generell von einer Implantation absehen.
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