Kapselfibrose vorbeugen mit Ultraschall
Die Brustvergrößerung zählt zu den beliebtesten schönheitschirurgischen Eingriffen. Dank moderner Techniken und Implantatmaterialien sind die Risiken der OP relativ gering. Allerdings kommt es dennoch in 6 bis 10 Prozent der Fälle zu einer Kapselfibrose. Diese stellt damit die häufigste Komplikation bei Brustvergrößerungen dar. Bis heute sind die Ursachen und Auslöser einer Kapselfibrose nicht eindeutig geklärt. Aber man kann präventiv gegen sie vorgehen: Moderne Systeme, die mit Ultraschallwellen arbeiten, können das Risiko für eine Kapselfibrose merklich verringern, berichten verschiedene Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie.
Aber was ist eine Kapselfibrose genau? Werden in den Körper Implantate eingebracht, bildet sich um diese eine weiche Hülle. Dies gilt für sämtliche Arten von Implantaten und ist an und für sich noch kein funktionelles Problem, sondern ein natürlicher Prozess. In manchen Fällen kann es aber durch eine vermehrte Bindegewebsproduktion zu einer Verhärtung dieser Hülle kommen. Dann spricht man von einer Kapselfibrose. Je nach Ausprägung leiden Betroffene unter Schmerzen und Implantatverlagerungen bis hin zu einer Deformierung der Brust. Ist die Verhärtung sehr schwerwiegend ausgeprägt, was in der Regel bei nur sehr wenigen Frauen der Fall ist, muss das betroffene Implantat gewechselt werden.
Eine innovative Methode zur Behandlung und Vorbeugung von Kapselfibrosen setzt nun direkt am Bindegewebe an. Dabei wirkt ein Ultraschallwellengenerator auf das zu behandelnde Gewebe ein und fördert dessen Durchblutung und Sauerstoffversorgung. Dies führt zur Auflösung von bestehenden Fibrosen. Sofern es sich nicht um extrem ausgeprägte Kapselfibrosen handelt, können diese in mehreren Sitzungen effektiv therapiert werden. Zur Vorbeugung einer Kapselfibrose können im besten Fall schon zwei prophylaktische Ultraschallsitzungen ausreichen.
Eine Kapselfibrose lässt sich niemals hundertprozentig ausschließen, aber es gibt Möglichkeiten das Risiko zu minimieren. Neue Operationstechniken und Implantatmaterialien haben schon einen großen Beitrag zur Verringerung von Komplikationen geleistet. Die Therapie mit Ultraschall kann nun die Sicherheit bei Brustvergrößerungen weiter verbessern. Welches Vorgehen bei einer Kapselfibrose effektiv ist, muss im Einzelfall immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.
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