Lifting für das Zahnfleisch
Die Rückbildung des Zahnfleisches ist ein weit verbreitetes Problem, welches durch Alterungsprozesse, falsche Zahnputztechniken oder Entzündungen des Mundraums begünstigt wird. Freiliegende Zahnhälse sind nicht nur ein ästhetisches Ärgernis, sondern verursachen auch gesundheitliche Probleme. Mit dem Zahnfleisch-Lifting, auch PST (Pinhole Surgical Technique) genannt, existiert eine minimal-invasive Methode, welche es ermöglicht, die freiliegenden Zahnhälse ganz ohne Schnitte und Nähte wieder abzudecken.
Die herkömmlichen Methoden zur Behandlung eines Zahnfleischrückgangs sind oft äußerst aufwendig und schmerzhaft. Dabei wird entweder das Zahnfleisch aufgeschnitten und an anderer Stelle vernäht, also im Prinzip verschoben oder es wird Bindegewebe aus dem Gaumen transplantiert. Für eine erfolgreiche Behandlung werden meist mehrere Operationen benötigt, da höchstens 3 Zähne auf einmal behandelt werden dürfen. Zudem ist das Ergebnis oft nicht ästhetisch zufriedenstellend, da sich das Bindegewebe am Gaumen in Struktur und Farbe vom Zahnfleisch unterscheidet.
Beim neuen Zahnfleisch-Lifting bzw. PST genügt zur Behandlung des kompletten Kiefers ein einzelner Eingriff. Über den betroffenen Zähnen wird unter örtlicher Betäubung jeweils ein kleines Zugangsloch gesetzt, ein sogenanntes „Nadelöhr“ oder „pinhole“, dem die Methode seinen Namen zu verdanken hat. Mithilfe eines speziellen Instruments kann durch dieses Loch das Zahnfleisch vorsichtig gelockert und über die freiliegenden Zahnhälse gezogen werden. Eine Kollagenmembran fixiert das Gewebe an der neuen Position. Wird nach dem Eingriff auf die richtige Zahnputztechnik geachtet, heilt das Gewebe in der Regel sehr schnell und dauerhaft an.
Das Zahnfleisch-Lifting dauert für gewöhnlich 30 bis 60 Minuten. Normalerweise müssen Patienten nicht mit Ausfallszeiten rechnen und sind schon am nächsten Tag wieder voll einsatzfähig. Die kleinen Löcher sind nicht mehr zu sehen und das Endergebnis wirkt sehr natürlich. Bisher bieten in Deutschland allerdings noch nicht viele Zahnärzte die PST an, da das Verfahren in den USA entwickelt und patentiert wurde und nur dort die spezielle Zusatzausbildung, welche zur Anwendung der PST berechtigt, absolvierbar ist.
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