Modellierung der Nase ohne OP
Schon Leonardo Da Vinci teilte das Gesicht in verschiedene Teile, um Symmetrie und damit auch Schönheit zu definieren. Die Nase sollte mittig liegen, horizontal ein Drittel des Gesichts ausmachen und von der Nasenspitze über die Augenbrauen einen Bogen bilden. Nicht jede Abweichung von diesen Maßen oder kleine Asymmetrie im Gesicht werden zwangsläufig als nicht schön empfunden. Aber ein Gesicht, dessen Proportionen durch die Nase stark verändert werden, kann von Betroffenen als belastend und unattraktiv empfunden werden. Die Ästhetisch Plastische Medizin bietet dann mehrere Methoden zur Korrektur der Nase an – und nicht immer muss es eine Operation sein.
Eine Nasenkorrektur ohne Operation ist eine kurze und effektive Behandlungsmethode ganz ohne Narkose und die Risiken eines chirurgischen Eingriffs. Insbesondere, wenn an der Nase Höcker, Dellen und Unebenheiten vorhanden sind oder die Nasenspitze angehoben werden soll, kann ein nichtoperativer Eingriff viel verändern. Das Zaubermittel – wenn man es so nennen mag, das dies ermöglicht, heißt Hyaluronsäure. Dabei handelt es sich um einen körperidentischen und daher sehr gut verträglichen Stoff, welcher zur gezielten Modellierung der Nase verwendet werden kann. Selbst sehr flachen Sattelnasen kann man mit dem Filler in mehreren Schritten ein größeres Volumen verleihen. Nach Brüchen eingesunkene Knochenstege oder scharfe Nasenkanten können abgerundet werden und breite Nasen optisch verschmälert werden. Den wohl stärksten Effekt kann man bei einer Höckernase erreichen. Der markante Übergang zwischen Nase und Stirn lässt sich mithilfe des Fillers in der Regel sehr gut begradigen.
Die Nasenkorrektur mit Hyaluronsäure wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. Dabei wird der Filler präzise und je nach Behandlungskonzept an mehreren Stellen in die Nase injiziert. Die ganze Prozedur dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Die Veränderung ist sofort sichtbar und normalerweise sind Patienten nach dem Eingriff ohne Ausfallszeit wieder gesellschaftsfähig. Innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Eingriff kann sich eine Schwellung der Nase zeigen, eventuell können kleinere Hämatome auftreten. Gewöhnlich ist dies aber nicht weiter bedenklich. Nach drei bis vier Wochen ist das finale Resultat sichtbar.
Bei dieser minimal-invasiven Nasenkorrektur gilt es zu beachten, dass die Wirkung des Fillers nicht dauerhaft ist. Wird nach vier bis acht Wochen eine Folgebehandlung durchgeführt, soll das Ergebnis etwa ein Jahr anhalten. Je nach individuellen Voraussetzungen kann dieser Richtwert variieren. Nicht immer ist eine Nasenkorrektur ohne OP sinnvoll. Gerade bei schiefen, fleischigen Nasen oder plumpen Nasenspitzen kann die Behandlung mit einem Filler an ihre Grenzen stoßen. Für ein dauerhaftes Ergebnis ist nach wie vor eine Nasenoperation notwendig.
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