Schweißdrüsenbehandlung bei Hyperhidrose
Wenn der Schweiß ganz ohne körperliche Anstrengung im Überfluss fließt, so ist das in der Regel auf eine übermäßige Schweißproduktion - auch Hyperhidrose genannt - zurückzuführen. Überdurchschnittliches Schwitzen kann an einer Körperregion oder generalisiert an mehreren Stellen gleichzeitig auftreten. Insgesamt können fünf unterschiedliche Hyperhidrose-Formen ausgemacht werden. Die allgemein bekannteste ist die Axillare Hyperhidrose - das Schwitzen unter den Achseln. Zu den weiteren Formen zählen die Palmare Hyperhidrose (Handschweiß), die Plantare Hyperhidrose (Fußschweiß) und die Gesichts-Hyperhidrose. Weniger häufig ist eine lokale übermäßige Schweißproduktion am Rumpf, Hintern oder an den Oberschenkeln. Heute stehen Betroffenen zwei effektive Methoden zur Behandlung von Hyperhidrose zur Verfügung.
Für die Behandlung von schweißnassen Hand- und Fußflächen sowie Achselhöhlen eignet sich die Hyperhidrose-Behandlung mit Botulinumtoxin. Der behandelnde Facharzt injiziert dazu einen speziell aufbereiteten Toxinwirkstoff in das zu behandelnde Areal. Die unterspritzte Substanz verhindert die Signalübertragung von den Nervenzellen auf die Schweißdrüsen. Dadurch sind diese temporär „gelähmt“ bzw. inaktiv und das Schwitzen bleibt in etwa für einen Zeitraum von vier bis zehn Monaten aus. Für einen dauerhaften Effekt sollte die Hyperhidrose-Behandlung mit Botulinumtoxin erfahrungsgemäß einmal im Jahr wiederholt werden.
Die operative Schweißdrüsenentfernung, die sogenannte Schweißdrüsenabsaugung, ist zur dauerhaften Behandlung der Axillaren Hyperhidrose geeignet. Dazu werden die Schweißdrüsen im ersten Schritt mithilfe einer feinen Kanüle zusammen mit dem Fettgewebe abgesaugt und im zweiten Schritt unter der Hautoberfläche „abgeschabt“. Der Eingriff erfolgt in Lokalanästhesie. Zwischen 80 bis 90 Prozent der Schweißdrüsen können mittels der Absaugung entfernt werden.
Ziel der Schweißdrüsenentfernung ist eine Regulierung der Schweißproduktion. Betroffene schwitzen nach der Behandlung weiterhin, jedoch lediglich in normalem Maße. Denn Schwitzen hat eine lebenswichtige Funktion. Es dient der Regulation der Körperkerntemperatur und der Oberflächentemperatur der Haut
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